Eintracht mit Torwartwechsel - Kaua Santos gegen Dortmund im Tor
Auf Eintracht Frankfurt wartet zum Auftakt des neuen Jahres gleich das Kracher-Duell mit Borussia Dortmund. Trainer Toppmöller klärt vorher die wichtige Torwartfrage und hofft auf neue Angriffspower.
Mit der alten Nummer eins zwischen den Pfosten, neuem Angriffspersonal und "großer Lust" startet Eintracht Frankfurt ins Jahr 2026. "Kaua Santos wird im Tor stehen", verkündete Trainer Dino Toppmöller vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund am Freitag (20.30 Uhr/Sky) die wohl wichtigste Personalie bei den Hessen zum Re-Start in der Fußball-Bundesliga.
"Er ist in den vergangenen Wochen und Monaten in einer körperlich und mentalen Topverfassung gewesen und hat auch in der kurzen Zeit vor dem Re-Start einen sehr guten Eindruck gemacht. Deshalb schenken wir ihm das Vertrauen", begründete Toppmöller die Entscheidung für Santos.
Neue Angriffs-Power
Im Sturm dürfte Neuzugang Younes Ebnoutalib sein Bundesligadebüt feiern. Der für acht Millionen Euro vom Zweitligisten SV Elversberg gekommene Deutsch-Marokkaner hat sich gut eingelebt und ist heiß auf sein erstes Spiel im Eintracht-Trikot.
"Er tritt erfrischend auf und macht sich keinen Kopf, sondern spielt drauflos. Wir trauen ihm sehr viel zu. Er ist sehr fleißig und wissbegierig, bringt Power und Präsenz auf den Platz. Es kann gut sein, dass er morgen startet. Aber da lassen wir uns nicht in die Karten schauen", sagte Toppmöller.
Mit dem am Mittwochabend von Nottingham Forest ausgeliehenen Arnaud Kalimuendo brennt ein weiterer Stürmer-Neuzugang darauf, gegen den BVB sein Können zu beweisen. "Er hat ein sehr gutes Gespür in der Box sowie Stärken im Abschluss und im Kopfballspiel. Fußballerisch kann er mitwirken und kreieren und kann vom Tempo dem ein oder anderen weglaufen", zählte Toppmöller die Stärken des 23-jährigen Franzosen auf und ergänzte: "Er wird auf jeden Fall im Kader stehen."
Einige Ausfälle bei der Eintracht
Weiter nicht zur Verfügung stehen die verletzten Stürmer Jonathan Burkardt (Wade) und Michy Batshuayi (Mittelfußbruch). Wann Burkardt auf den Platz zurückkehrt, ist offen. "Aktuell gibt es noch keine Prognose. Aber er ist im Plan, wie wir das erhofft haben", berichtete Toppmöller.
Gegen den BVB fehlen zudem der erkrankte Jean-Matteo Bahoya sowie Fares Chaibi und Ellyes Skhiri (beide Afrika-Cup). Dennoch hat Toppmöller genügend personelle Optionen. "Die Pause war sehr kurz, aber definitiv ausreichend. Die Akkus sind voll", sagte der 45 Jahre alte Fußball-Lehrer und richtete den Blick nach vorn: "Das Gute ist, dass es direkt mit so einem Kracher gegen den BVB losgeht. Man spürt, dass alle wieder Bock auf Fußball haben."
Toppmöller fordert mehr Intensität
Gegen den Tabellenzweiten muss die Eintracht gleich auf Betriebstemperatur kommen, damit sie nicht weiteren Boden im Rennen um die internationalen Startplätze verliert. Mit 25 Punkten belegen die Hessen derzeit Platz sieben. "In den letzten Wochen des Vorjahres hat uns die Power und Intensität gefehlt. Das ist der Schlüssel für geile Spiele", sagte Toppmöller und forderte: "Ich erwarte, dass wir von Anfang an bereit sind."
Und dann ist da noch die schmerzhafte Erinnerung an das Aus im DFB-Pokal. Da waren die Frankfurter zwar gleichwertig, scheiterten nach einem 1:1 aber im Elfmeterschießen. "Ich habe das Gefühl, da ist noch eine kleine Rechnung offen", sagte Toppmöller.
Torwartfrage geklärt
Um die zu begleichen, bedarf es auch einer stabilen Defensive um Rückkehrer Santos. Der 22 Jahre alte Brasilianer war nach dem Abgang von Kevin Trapp nach Paris in dieser Saison ohnehin als Nummer eins vorgesehen, hatte seinen Platz nach nur vier Bundesligaspielen und einer Begegnung in der Champions League mit insgesamt 18 Gegentoren aber an Zetterer verloren.
Da der Sommer-Neuzugang von Werder Bremen zuletzt aber auch nicht überzeugen konnte, kommt es zur erneuten Torwart-Rochade. "Ich habe heute mit beiden gesprochen. Michael Zetterer hat die Entscheidung zur Kenntnis genommen und steht voll hinter der Mannschaft", sagte Toppmöller.