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Wintersturm legt Norddeutschlands Bahnverkehr lahm

Wegen Wintersturm Elli - Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein

Viel Schnee, festgefahrene Lkw und Zugausfälle: "Elli" trifft weite Teile Deutschlands. Was das für Bahnreisende, Schüler und Autofahrer bedeutet – und wo es besonders kritisch wird.

Wintersturm "Elli" zieht mit geballten Schneeladungen über Deutschland. Die Deutsche Bahn reagierte und stoppte den Fernverkehr im Norden Deutschlands. 

Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover sei bis mindestens Mittag eingestellt, teilte die Bahn mit: "Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich." Der Betriebsstopp sei nötig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen. Die Bahn kündigte weiter an, die Fahrgäste an den Bahnhöfen zu versorgen. In Hannover stellt sie Aufenthaltszüge bereit.

Warnung vor Glätte 

Bundesweit sind auch viele Straßen und weitere Schienenverbindungen betroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor spiegelglatten und verschneiten Straßen in etlichen Regionen. In etlichen Städten wurde der Busverkehr vorsichtshalber eingestellt.

Wetterlage:

"Ich würde es nicht als ein Jahrhundert-Event einordnen. Das ist es auf gar keinen Fall", sagte DWD-Meteorologe David Menzel am Morgen. "Es ist ein winterlicher Sturm und - wenn man das große Ganze betrachtet - nichts sonderlich Außergewöhnliches." Dennoch: Für weite Teile Deutschlands, vor allem für den Norden die Mittelgebirge, gelten Unwetterwarnungen des Wetterdienstes.

Der DWD sagte "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle" voraus, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.

© dpa

Bitte vorsichtig fahren: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen.

Von der Nordsee bis in den Osten können verbreitet um die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen. 

Und: "Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis 6 Stunden - gebietsweise Unwetter!", so der DWD. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann allmählich nachlassen.

Winterwetter - Hamburg
© Marcus Brandt/dpa

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland ist betroffen.

Bahnverkehr:

Die Bahn geht davon aus, dass bis Samstag Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr möglich sind. Wer kann, sollte seine Reise verschieben. Schon gekaufte Tickets könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Mancherorts wurden vorsorglich Verbindungen gestrichen.

Bahnsprecher Achim Stauß sagte im "ZDF-Morgenmagazin", Sicherheit habe für die Bahn weiterhin oberste Priorität. "Wir wollen natürlich auch nicht in unsicheren Situationen Züge auf die Strecke schicken, die dann vielleicht das Ziel nicht erreichen oder nicht wieder zurückfahren können." Da sei es besser, den Zug am Bahnhof zurückzuhalten. 

Schulen: 

Schneefrei, zumindest für manche Schüler: In Hamburg, Niedersachsen, Bremen und in Teilen Schleswig-Holsteins fällt der reguläre Schulbetrieb flächendeckend aus. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es teilweise Distanzunterricht und Notbetreuung für jüngere Kinder. Grund für die Schließung ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann.

Winterwetter in Norddeutschland
© Christian Charisius/dpa

Der Weg zur Schule ist heute vielerorts zu gefährlich: In einigen Regionen fällt daher der Unterricht in Präsenz aus.

Auch in Regionen in Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin fällt teils der Präsenzunterricht aus oder Eltern können ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. Mancherorts sind auch Kitas und Kindergärten betroffen.

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