Eintracht Frankfurt: Collins und Bahoya schwerer verletzt
Diagnosen der SGE-Spieler da - Collins und Bahoya schwerer verletzt
Bei den verletzten Eintracht Frankfurt-Spielern gibt es nach der Niederlage in Mainz Licht und Schatten.
Die Eintracht hat gerade ein Update zu ihren verletzten Spielern gegeben: Nene Brown ist trotz leichter Wadenverletzung zur deutschen A-Nationalmannschaft gereist. Dort wird er aber weiter beobachtet. Bei Nnamdi Collins und Jean-Matteo Bahoya sind die Verletzungen dagegen schwerer. Sie werden der Eintracht bis auf weiteres nicht zur Verfügung stehen. Collins hat eine Sprunggelenksverletzung, Bahoya eine Oberschenkelverletzung.
Burkardt frustriert nach Niederlage im Rhein-Main-Duell
Auch Jonny Burkardt hatte sich das Wiedersehen mit seinem Ex-Club ganz anders vorgestellt - zumindest sportlich. Die Eintracht-Pleite in Mainz setzt dem Stürmer mächtig zu. Burkardt freute sich nach der sportlich ernüchternden Rückkehr an die alte Wirkungsstätte auf ein paar freie Tage ohne Fußball. "Ich werde wegfahren und vom Kopf etwas anderes sehen", sagte der frustrierte Stürmer von Eintracht Frankfurt nach dem 1:2 im Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05.
“Ich bin verärgert”
Elf Jahre lang hatte Burkardt das Trikot der 05er getragen, ehe er im vergangenen Sommer zur Eintracht gewechselt war. “Losgelöst vom Spiel war es schön, wieder hierherzukommen. Ich habe viele Freunde und glückliche Gesichter gesehen”, berichtete der 25-Jährige. Doch die enttäuschenden 90 Minuten auf dem Rasen ließen das persönliche Wohlbefinden in den Hintergrund rücken. “Ich bin verärgert, weil ich gehofft hatte, dass wir hier anders auftreten und mit einem Sieg nach Hause fahren. Daher überwiegt die Enttäuschung. Das muss ich erst einmal sacken lassen”, räumte Burkardt ein.
Herber Rückschlag für die Eintracht
Durch die erste Bundesliga-Pleite in Mainz seit mehr als sechs Jahren - im Dezember 2019 gab es ebenfalls ein 1:2 - kassierten die Hessen im Rennen um einen internationalen Startplatz einen Rückschlag. Bei einem Sieg wäre die Eintracht bis auf fünf Punkte an den Tabellensechsten Bayer Leverkusen herangerückt. Stattessen wuchs der Rückstand auf acht Zähler an.
Ideenlose Offensive und schwache Abwehr
“Das ist ein Dämpfer auf dem Weg, wieder europäisch zu spielen”, sagte Burkardt und haderte: “Wir liegen hinter den europäischen Plätzen und schaffen es nicht, den Anschluss herzustellen.” Der Auftritt in Mainz war aber nicht nur tabellarisch ein Rückschritt, sondern auch sportlich. In der Offensive agierten die Frankfurter ähnlich ideenlos wie schon in den vergangenen Wochen. Doch dieses Mal kamen Schwächen in der Abwehr hinzu, die nach zuvor drei Zu-Null-Spielen schon überwunden schienen.
Wenig Tempo und Durchschlagskraft
“Wir wissen, wo die Fehler lagen und weshalb wir die Gegentore und gegnerische Chancen zugelassen haben. Wir müssen es defensiv und ohne Ball besser machen", sagte Trainer Albert Riera. Und Sportvorstand Markus Krösche resümierte: ”Wir hatten viel Ballbesitz, aber keine Durchschlagskraft. Dann ist es zu wenig. Das Spiel gegen tiefstehende Gegner ist schwierig, dafür haben wir nicht schnell genug gespielt."
“Ein Tick zu wenig”
Burkardt wurde noch deutlicher: “Uns hat die Konsequenz in beiden Strafräumen gefehlt. Jeder wollte, aber wir waren nicht gut genug. So ehrlich muss man sein. Es war ein Tick zu wenig”, stellte er selbstkritisch fest. Nicht nur bei ihm hinterließ die Derby-Pleite deshalb “kein gutes Gefühl”.
Trainingsfreie Woche, um “Kopf freizukriegen”
Die von Riera schon im Vorfeld gewährte trainingsfreie Woche sollen die Eintracht-Profis nun nutzen, um “den Kopf freizukriegen”, wie Krösche bekräftigte. Ähnlich sah es Burkardt: "Es ist wichtig, jetzt etwas Abstand zu haben, um dann noch einmal Anlauf zu nehmen für den letzten Saisonblock." Der beginnt für die Frankfurter am Ostersonntag mit einem Heimspiel gegen den vom Abstieg bedrohten Aufsteiger 1. FC Köln. Dann möchte Burkardt mit der Eintracht noch einmal angreifen - und vielleicht sogar noch auf den WM-Zug aufspringen.
Burkardt will “Gas geben”, um bei der WM dabei zu sein
“Ich weiß, dass ich noch Argumente liefern kann in den ausstehenden sieben Spielen. Ich weiß aber auch, dass die letzten Spiele nicht gut genug waren”, sagte der Stürmer, der für die anstehenden Länderspiele in der Schweiz und gegen Ghana von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt wurde. Abgehakt hat Burkardt die WM im Sommer aber noch nicht: “Ich versuche Gas zu geben und dann schauen wir, was passiert.”