Eintracht-Kapitän im Logentalk - Robin Koch: "Müssen jetzt zusammenhalten"
Es sind nur noch drei Spiele bis zum Saisonende - und es ist in Sachen Europa eigentlich noch fast alles drin für Eintracht Frankfurt. Beim Logentalk im Deutsche Bank Park hat Robin Koch Eintracht Frankfurt auf die letzten drei Saisonspiele eingeschworen. Der Kapitän sprach im Gespräch mit FFH-Sportchefin Sonja Pahl über die Bedeutung des Endspurts, die Kraft der Fans - und gab auch persönliche Einblicke in Familie, Bodenständigkeit und sein Leben abseits des Fußballs.
Im Mittelpunkt des Talks standen vor allem die letzten drei Spiele der Saison. Und Koch machte unmissverständlich klar, worum es jetzt geht. „Man merkt in der Mannschaft, dass wir noch drei extrem wichtige Spiele jetzt haben und jeder alles reinwerfen will und wird“, sagte der Abwehrchef. Es war einer dieser Sätze, die nicht nach Floskel klangen, sondern nach innerer Haltung.
Drei Spiele, drei Endspiele
Schon mit einem emotionalen Instagram-Post am Montagabend hatte Koch vor dem Talk die Richtung vorgegeben. Seine Botschaft an Fans und Mannschaft war deutlich: Frankfurt soll bis zur letzten Sekunde an das große Ziel glauben. Im Logentalk erklärte er nun, was dahintersteckt.
„Ich glaube, uns ist allen klar, wie wichtig die drei Spiele sind“, betonte Koch. Der Kapitän stellte dabei nicht nur die sportliche Brisanz heraus, sondern auch die mentale Dimension. Für ihn beginnt die Entscheidung nicht erst am Spieltag, sondern längst unter der Woche auf dem Trainingsplatz: „Du kannst nicht irgendwie die ganze Woche locker trainieren und sagen, ja, es ist nur Training, und dann am Wochenende sagst du: Okay, jetzt geben wir Gas. Sondern es fängt in der Woche im Training an.“ Diese Aussage zeigt, worauf Koch in der entscheidenden Saisonphase setzt: Konzentration, Intensität und totale Verbindlichkeit. Kein Warten, kein Rechnen - nur noch Vollgas.
Koch beschwört den Eintracht-Zusammenhalt
Besonders eindringlich wurde Koch, als es um die Rolle der Fans ging. Wer Eintracht Frankfurt kennt, weiß: Wenn Mannschaft und Tribüne gemeinsam marschieren, kann aus einem Spiel schnell ein emotionaler Ausnahmezustand werden. Genau daran appellierte der Kapitän.
„Es pusht uns natürlich extrem und ist gerade jetzt in der Situation extrem wichtig, dass wir da alle zusammenstehen“, sagte Koch. Und weiter: „Ich glaube, bei Eintracht Frankfurt ist es einfach mit am wichtigsten, dass wir alle zusammen mit unseren Fans als Riesenfaktor da hinter uns in eine Richtung marschieren.“
Es war die wohl wichtigste Botschaft des Abends. Koch denkt die letzten drei Spiele nicht nur sportlich, sondern als Gemeinschaftsprojekt. Team, Trainer, Fans, Verein - jetzt soll alles in dieselbe Richtung gehen.
Keine Reue am Saisonende
Besonders stark war Koch, als er den emotionalen Kern seiner Endspiel-Ansage erklärte. Nach den Schwankungen dieser Saison will der Innenverteidiger eines auf keinen Fall zulassen: dass Frankfurt irgendwann zurückblickt und sich fragt, ob mehr möglich gewesen wäre.
„Lasst uns nicht irgendwie Anfang nächster Saison irgendwas bereuen, dass wir hier irgendwie noch ein paar Prozent mehr geben können“, sagte Koch mit Blick auf die entscheidende Phase. Dieser Satz trifft den Nerv der Eintracht-Wochen perfekt. Es geht nicht nur um Punkte. Es geht darum, am Ende alles investiert zu haben. Darin steckt die Essenz seiner Führungsrolle. Koch will nicht, dass seine Mannschaft in Schönheit scheitert oder sich hinter schwierigen Phasen der Saison versteckt. Er will, dass Frankfurt in diesen drei Spielen noch einmal alles abruft.
Das große Ziel bleibt lebendig
Dass Koch dabei ein klares Bild vor Augen hat, wurde ebenfalls deutlich. Der Traum von Europa - und speziell von einem möglichen internationalen Highlight in Frankfurt - treibt ihn sichtbar an. „Ein Finale hier zu Hause ist ein Riesentraum“, sagte er mit Blick auf die Perspektive für die kommende Saison. Doch Koch weiß auch: Die Grundlage dafür muss jetzt gelegt werden. Mit anderen Worten: Die Zukunft der Eintracht wird in diesen drei letzten Partien mitgeschrieben.
Klare Ansage vor dem HSV-Spiel
Zum Abschluss wurde Sonja Pahl konkret und fragte, was gegen den HSV am Samstag passieren müsse. Koch antwortete in einer knappen, aber umso kraftvolleren Formulierung, die viel über seine Haltung verrät: „Ist mir eigentlich tatsächlich in dem Stadium von der Saison egal. Hauptsache, wir holen die drei Punkte.“