Darts-Team-WM in Frankfurt - Schindler freut sich auf Heimatmosphäre
An diesem Wochenende wird die Frankfurter Eissporthalle wieder zum Mekka für alle Darts-Fans. Zum World Cup of Darts, der Team-WM, werden ab Donnerstag tausende Zuschauer erwartet. Sportlich ruhen die deutschen Hoffnungen auf Lokalmatador Martin Schindler aus Rodgau, der mit seinem Partner Ricardo Pietreczko wie im letzten Jahr für eine Überraschung sorgen will.
“Es war in den letzten Jahren immer absolut grandios. Der Support war immer wieder da, die Fangesänge - auch außerhalb, vor der Halle schon”, freut sich Deutschlands Nummer eins im FFH-Gespräch auf sein Heimspiel. “Und wir wollen das natürlich den Fans auch immer wieder mit unseren Darts und unserem Spiel zurückgeben”, so Schindler.
Team-Modus als besondere Herausforderung
Der World Cup of Darts wird traditionell in einem besonderen Modus gespielt: Für jedes Land tritt ein Team aus zwei Spielern im Doppel an. Immer abwechselnd wird auf die Scheibe geworfen, womit das Turnier in der Eissporthalle auch als Team-WM bekannt ist. Auch für erfahrene Spieler wie Schindler eine besondere Herausforderung, aber ebenso die Chance, eine Überraschung zu schaffen.
Schindler: “Können sie alle schlagen”
So wie im vergangenen Jahr: Mit der Euphorie des Frankfurter Publukums im Rücken bezwangen das deutsche Team die hochfavorisierten Engländer und spielte sich sensationell bis ins Halbfinale. Dorthin wollen Schindler und Pietreczko natürlich auch diesmal gerne wieder. “Egal gegen wen wir spielen sollten - wir können sie alle schlagen. Also wir können definitiv auch ein Wörtchen mitreden”, ist sich der Rodgauer sicher.
Topstars in Frankfurt auf der Bühne
Favoriten sind aber andere: Für das Team England treten mit Weltmeister Luke Littler und Ex-Weltmeister Luke Humphries die beiden besten Dartsspieler des Jahres und zwei echte Superstars in Frankfurt an. Auch gegen die Niederländer mit Michael van Gerwen und Gian van Veen, immerhin Nummer drei und vier der Weltrangliste, oder die Titelverteidiger aus Nordirland dürfte nur schwer ein ankommen sein.
Machbare Gruppe für Deutschland
Schlecht sind die Aussichten für das deutsche Duo dennoch nicht. Schindler und Pietreczko sind an Position fünf gesetzt und gehen den großen Namen im Turnier damit erstmal aus dem Weg. Die Vorrundenspiele am Donnerstagabend gegen die Philippinen sowie am Freitag gegen Neuseeland sollten für beide eine Pflichataufgabe sein. Ab Samstag wird es dann in der K.o.-Runde ernst. Hier gibt es nur noch vereinzelte Tickets. Für Donnerstag und Freitag können Darts-Fans dagegen auch noch spontan einige Plätze ergattern.
Heimvorteil für Deutschlands Nummer eins aus Rodgau
Und wie groß ist der Einfluss des Heimvorteils? “Es ist einfach eine geniale Atmophäre”, meint Schindler, der in der Halle darüber hinaus auf die Unterstützung von Freunden und seiner Frau setzen kann. “ Und ansonsten ist es natürlich großartig, dass man nicht irgendwo im Hotel schlafen muss, sondern dass man einfach eine halbe Stunde ungefähr zur Halle hat und dann geht es los”, meint der Rodgauer. Zu wenig Schlaf wegen einer harten Matratze sollte am Wochenende also nicht das Problem sein.