FFH im Eintracht-Trainingslager - Schwierige Mission für Trainer Hütter
Eintracht Frankfurt ist ins Trainingslager in Grassau gestartet - und bei Mario Götze überwiegt zum Auftakt klar der Optimismus. Der Weltmeister von 2014 schilderte nach dem ersten Tag in Bayern einen rundum positiven Eindruck von Mannschaft, Intensität und Atmosphäre.
„Sehr positiv“, sagte Götze auf die Frage nach seinem ersten Eindruck der Mannschaft vor der neuen Saison. Zwar wolle er nach wenigen Tagen noch keine endgültige Bewertung abgeben, doch der Start stimme ihn zuversichtlich. Götze sagt auf FFH-Nachfrage: „Ich glaube, es ist alles noch sehr früh. Aber wir sind alle gut in die Tage reingestartet, hatten die Testungen, hatten Trainingseinheiten, hatten intensive Trainingseinheiten.“
Götze: “Wir sind gut gestartet”
Auch die Bedingungen rund um den Auftakt bewertet der 34-Jährige als gelungen. Schon beim ersten Training guckten rund 500 Fans zu: „Bis dato, das, was ich gesehen habe, plus Wetterbedingungen spielen hier natürlich auch eine Rolle - das war jetzt alles sehr, sehr positiv“, erklärte Götze. Das gelte nicht nur für die Arbeit im Camp am Chiemsee, sondern auch für die ersten Eindrücke zuvor in Frankfurt: „Auch in Frankfurt, die öffentlichen Trainings etc. - das war alles sehr gut.“
Powernap, Dehnen und Ernährung wichtig
Für Götze ist ein Trainingslager trotz aller Routine im Profi-Alltag immer wieder etwas Besonderes. Schließlich ist es für den Routinier längst nicht das erste seiner Karriere. „Ja, es sind schon ein paar zusammengekommen. Alle sind immer irgendwie neu, unterschiedlich, aber klar ist: auch immer irgendwie was Gutes. Man bereitet sich auf die neue Saison vor, auf das, was kommt.“
Dass die Vorbereitung mit zunehmendem Alter anspruchsvoller wird, verhehlt der ehemalige Nationalspieler nicht. „Ja gut, ich weiß ja, dass ich nicht mehr 20 bin“, sagte Götze mit einem Lächeln. Heute gehe er die Belastungen anders an als zu Beginn seiner Laufbahn: „Da ist der Fokus irgendwie Recovery und dann eben nochmal mehr auf Schlaf, Ernährung, Eisbecken, Dehnen etc. zu achten. Ich glaube, das ist super wichtig, gerade wenn man langfristig oder längerfristig spielen möchte.“
Dabei habe sich über die Jahre auch seine persönliche Routine verändert. „Also es ist schon so, man muss dann vielleicht nochmal eine Behandlung mehr machen, nochmal irgendwie ein bisschen mehr dehnen, nochmal ein bisschen mehr vielleicht einen Nap einbauen“, sagte Götze. „Ich bin jetzt 34 … von daher muss man da schon drauf achten.“
Ziel: Mehr Energie und Enthusiasmus
Mit Blick auf die neue Saison will sich die Eintracht im Trainingslager vor allem die Grundlagen zurückholen, die in der vergangenen Spielzeit zeitweise gefehlt haben. Götze formuliert dabei eine klare Vorstellung: „Wir wollen wieder mit Energie, mit Enthusiasmus spielen. Wir wollen offensiv spielen, logischerweise. Und das ist uns vielleicht die letzten Monate nicht so gelungen. Ich glaube, da müssen wir wieder hinkommen.“
Auch unter dem neuen Trainer sieht Götze positive Ansätze. Der erfahrene Mittelfeldspieler sprach von einem „sehr positiven Eindruck“ und ergänzte mit Blick auf die ersten Einheiten und Gespräche: „Ich glaube, genau der Mann, der hier gebraucht wird - auch für Frankfurt, für uns als Mannschaft, für die Fans.“
Trainer Hütter positiv für Frankfurt
Trotz eines Kaders, der sich im Laufe des Transferfensters noch verändern könnte, bleibt Götze gelassen. „Ich glaube, es ist ein ganz normaler Prozess auch“, sagte er. Entscheidend sei nun, den Fokus auf die tägliche Arbeit zu richten: „Wir freuen uns und konzentrieren uns auf das, was jetzt hier ist, auf die Trainingseinheiten, uns da vernünftig vorzubereiten. Das ist auch etwas, was in unserem Ermessen liegt - und das ist das Wichtigste.“