Leichtahtletik-EM - SGE-Hammerwerfer Hummel steht im Finale
Die Leichtathletik-EM in Birmingham ist für unseren Frankfurter Merlin Hummel durchwachsen losgegangen. Er kämpfte am Montagvormittag mit der Kälte in England. Am Ende schafft er aber trotzdem den Einzug ins Finale morgen Abend. Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry dagegen steht souverän im Endkampf. Der findet bereits am Montagabend statt.
Hammerwerfer Merlin Hummel musste lange um sein Finalticket bangen. Der WM-Zweite des vergangenen Jahres wuchtete den Hammer im Trainingsanzug nur auf 75,49 Meter und blieb damit mehr als sechs Meter unter seiner Saisonbestleistung. Der 24-Jährige von der Frankfurter Eintracht schaffte als Zehnter aber den Einzug in den Endkampf der besten zwölf Athleten am Dienstagabend.
Dem Frankfurter ist es zu kalt
"Wenn man von Deutschland mit 40 Grad hier herkommt, dann ist es schon frisch", begründete Hummel seine Entscheidung, bei etwa 20 Grad Celsius in Birmingham in Trainingsjacke zu werfen.
"Ich habe mein Bestes gegeben, aber es war sicher eine der schlechtesten Qualifikationen, die ich jemals abgelegt habe", sagte Hummel. Ihm habe der "Fokus" und die "Power" gefehlt, betonte er. Neben dem Vizeweltmeister qualifizierte sich auch der zweite deutsche Teilnehmer Sören Klose als Achter mit 75,80 Metern für das Finale.
Mabry mit starken Eindruck in der Qualifikation
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry ist locker ins Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften eingezogen und hat ihre Medaillenambitionen untermauert. Die seit Frühjahr verheiratete Mabry - früher Ogunleye - stieß bei den Titelkämpfen im britischen Birmingham gleich im ersten Versuch 19,25 Meter und übertraf damit als Beste die Qualifikationsweite von 18,20 Metern souverän.
Entscheidung im Kugeslstoßen am Abend
Schon heute Abend um 20.03 Uhr deutscher Zeit (ARD und Eurosport) geht es für die Überraschungsolympiasiegerin von Paris 2024 um Edelmetall. "Lassen wir uns überraschen", sagte Mabry mit Blick auf das Finale. Die 27-Jährige, die die Zeit mit einem kurzen Schlaf, Lesen und Musik überbrücken will, könnte am Auftakttag für die erste Medaille des deutschen Teams bei der EM sorgen.
Mabry ist nicht die einzige Deutsche im Finale. Auch ihre Teamkolleginnen Nina Chioma Ndubuisi (17,71 Meter) als Neunte und Katharina Maisch (17,64 Meter) als Elfte stehen im Endkampf, sind dort aber Außenseiterinnen.