🙏 Stolz auf die Eintracht-Doppelspitze in der deutschen Nationalmannschaft - auch trotz Niederlage!#SGE pic.twitter.com/SjIsQZBBJR
— Eintracht Frankfurt (@Eintracht) September 27, 2026
Nach Griechenland-Niederlage - Das droht Klopp in der Nations League
Jürgen Klopp will mit der Nationalmannschaft ins Viertelfinale der Nations League. Die Chancen haben sich durch das 0:1 im Heimspieldebüt gegen Griechenland verschlechtert. Welche Szenarien jetzt möglich sind.
Die Tabelle lügt nicht. Und sie verheißt für Jürgen Klopp nach zwei Spielen als Bundestrainer in der Nations League nichts Gutes. Die Fußball-Nationalmannschaft ist von ihrem Ziel, als Gruppensieger wie beim letzten Mal ins Viertelfinale einzuziehen, nach dem 0:1 gegen Griechenland im zweiten von sechs Vorrundenspielen weit entfernt.
Griechenland fünf Punkte vorne
Mit einem Punkt liegt die DFB-Auswahl in Gruppe 2 der Liga A nach einem Drittel der Vorrunde auf dem dritten Platz. Tabellenführer Griechenland ist nach zwei Siegen schon fünf Zähler voraus. Die Niederlande haben als erster Verfolger auch schon vier Punkte und damit drei mehr als Deutschland. Der nächste Gegner Serbien ist ohne Zähler Schlusslicht.
Kimmich: “Wollen Erster oder Zweiter werden”
"Wir haben leider nur einen Punkt geholt. Dementsprechend sind wir nicht in einer optimalen Position. Wir müssen jetzt gucken, dass wir die nächsten Spiele gewinnen, weil wir natürlich Erster oder Zweiter werden wollen. Bestenfalls wollten wir Erster werden, jetzt ist der Platz weit weg", sagte Kapitän Joshua Kimmich zur Ausgangslage.
Doch was passiert, wenn die DFB-Elf die ersten beiden Plätze verpasst? Dann ist die Teilnahme am Viertelfinale des UEFA-Wettbewerbs nicht möglich. Und damit wäre auch die Qualifikation für das Final Four im Juni 2027, bei dem der nächste Nations-League-Sieger gekürt wird, passé.
Stattdessen gibt es dann drei andere Optionen:
Als einer der besten zwei Gruppendritten würde die DFB-Elf in der A-Liga bleiben. Dann würde sie im März direkt mit der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2028 weiter machen.
Als einer der schlechtesten zwei Gruppendritten oder einer der besten zwei Gruppenvierten müsste man im März in Relegationsspiele gegen einen Tabellenzweiten der B-Liga. Nur als Sieger dieser Playoffs bliebe man in der A-Liga, sonst wäre man ein Absteiger in die B-Liga.
Als einer der schlechtesten zwei Gruppenvierten wäre der direkte Abstieg besiegelt. Die neue A-Liga der Nations League mit dann 18 statt 16 Teams fände im Herbst 2028 ohne Deutschland statt. Die DFB-Elf müsste in der zweitklassigen B-Liga ran.
Frankfurter Doppelspitze
Abseits der Ergebnisse dürfte die Freude bei Eintracht Frankfurt groß gewesen sein: Younes Ebnoutalib, der bereits gegen die Niederlande einen guten Eindruck hinterlassen hatte, startete gegen Griechenland von Beginn an. Der nachgereiste Jonathan Burkardt wurde in der 65. Minute eingewechselt. Damit standen die beiden Frankfurter zusammen in der Sturmspitze der DFB-Elf. Ebnoutalib kann sich nun ausruhen, Burkardt wird auch für die nächsten Spiele gegen Serbien und Griechenland dabei sein. Ebenfalls mit von der Partie: Torhüter Noah Atubolu, der die 0:1-Niederlage bereits von der Tribüne aus verfolgt hatte.
Horeni: Der Prozess braucht Zeit
Fußballjournalist und Buchautor Michael Horeni, der erst vor Kurzem die Biographie "Glaube. Liebe. Klopp. Jürgen Klopp und die Neuerfindung des Fußballs" veröffentlicht hat, ordnet den holprigen Start dennoch nüchtern ein: "Die ersten beiden Spiele unter Jürgen Klopp waren vom Ergebnis sicher eine Enttäuschung." Er glaube aber, dass diese Mannschaft Perspektive entwickeln werde und es Klopp gelingen werde, aus den beiden bisherigen Kadern in den kommenden Monaten dieser Saison eine schlagkräftigere Mannschaft zu formen, die seinen Ansprüchen an Intensität, Schnelligkeit und Leidenschaft genüge. Dieser Prozess brauche jedoch Zeit.