HSG Wetzlar in der Krise - Schlusslicht verliert auch gegen Erlangen
Die HSG Wetzlar wartet in der Handball-Bundesliga weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen den HC Erlangen fehlt erneut die Konstanz über 60 Minuten. Die Mittelhessen verlieren mit 30:34.
Mit nur 2 Punkten auf dem Konto ist die Mannschaft von Trainer Rúnar Sigtryggsson Tabellenletzter der Handball-Bundesliga - Platz 18. Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf zeigte sich entsprechend enttäuscht: „Wir waren heute weit davon entfernt, etwas Zählbares mitzunehmen.“
Guter Start, dann der Einbruch
Dabei begann die Partie vielversprechend: Niklas Theiß, mit neun Treffern bester Werfer des Abends, brachte Wetzlar in der 19. Minute mit 9:8 in Führung. Danach häuften sich jedoch die Fehler der Gastgeber, während Erlangen um Schlussmann Rubens Pierre konsequent blieb und sich bis zur Pause auf 17:14 absetzte.
Zweite Halbzeit bringt die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel riss der Faden endgültig: Beim Stand von 20:29 in der 46. Minute war die Partie praktisch entschieden. „Erlangen hat mit uns gemacht, was sie wollten“, ärgerte sich Sigtryggsson. In der Schlussphase verkürzte Wetzlar zwar noch auf das Endergebnis von 30:34, an der deutlichen Niederlage änderte das aber nichts.
Zeichen gegen Brustkrebs
Rund um das sportliche Geschehen setzte die HSG Wetzlar mit ihrem bereits dritten Pink-Game ein wichtiges Zeichen: Im Brustkrebsmonat Oktober liefen die Grün-Weißen komplett in Pink auf, um für Früherkennung zu sensibilisieren. Dazu wurden den ganzen Abend über Spenden gesammelt, die dem Verein Brustkrebs Deutschland e.V. zugutkommen.
Aufgaben werden nicht leichter
In der Arena waren das am Donnerstagabend aber die einzigen guten Nachrichten. Dass sich an der Sieglos-Serie der Wetzlarer in den kommenden Wochen etwas ändert, ist nur schwer vorstellbar. Denn die Gegner werden nicht einfacher: Weiter geht es für die HSG in zehn Tagen bei der Star-Auswahl der Füchse Berlin, ehe am 1. November das Hessenderby gegen die MT Melsungen in der Buderus Arena ansteht.