HSG Wetzlar entlässt Sportchef Allendorf: Das ist der Grund
Nach Niederlage gegen Melsungen - HSG Wetzlar entlässt Sportchef Allendorf
Beben beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar: Geschäftsführer Sport Michael Allendorf muss mit sofortiger Wirkung gehen.
Der Aufsichtsrat zieht damit die Konsequenz aus der sportlichen Krise des Vereins.
Aufsichtsrat beendet Zusammenarbeit
Der Aufsichtsrat des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Michael Allendorf zu beenden. Hintergrund sei die bislang nicht zufriedenstellende sportliche Entwicklung der Mannschaft sowie unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung des Vereins. Allendorf wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Der 40-Jährige hatte das Amt als “Geschäftsführer Sport” erst im Februar 2026 angetreten.
Verein steckt tief im Tabellenkeller
Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts: Die HSG liegt nach elf Spieltagen sieglos am Tabellenende und befindet sich mit nur zwei Punkten in akuter Abstiegsgefahr. Erst am Wochenende hatte das Team im Hessenderby gegen die MT Melsungen knapp mit 24:25 verloren.
Neue Impulse für den Klassenerhalt
Die Freistellung ist Teil der vom Aufsichtsrat beschlossenen Veränderungen im sportlichen Verantwortungsbereich. Ziel sei es, der HSG Wetzlar die Möglichkeit zu eröffnen, neue sportliche Impulse zu setzen und die Voraussetzungen für das Erreichen des vorrangigen Saisonziels Klassenerhalt zu verbessern. Wer Allendorfs Aufgaben künftig übernimmt, ist derzeit noch offen.
Zweiter Rauswurf innerhalb von einem Jahr
Für Allendorf ist es der zweite plötzliche Rauswurf innerhalb von 12 Monaten. Letztes Jahr war er bereits bei der MT Melsungen entlassen worden. Für beide Vereine war der gebürtige Heppenheimer auch als Spieler aktiv gewesen. Von 2006-2010 spielte er in Wetzlar - von 2010 bis 2022 in Melsungen.