Nähe zum Amateurfussball - Darmstadt 98 im Odenwald unterwegs
Vom Profi-Stadion auf den Dorfplatz: Das kennt man sonst nur aus Fernsehreportagen - doch am Sonntag war es für 13 Amateurvereine im Odenwald Realität: 26 Spieler von Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 waren dort, wo der Fußball noch nach Bratwurst und Vereinsheim riecht.
Der SV Darmstadt 98 hat am Sonntag (1.11.) insgesamt 13 Amateurvereine im Odenwald besucht. 26 Lilien-Profis nutzten die Besuche, um den Austausch mit den Menschen vor Ort zu suchen. Damit wollte der Zweitligist ein Zeichen setzen - für die Menschen, die sonst im Hintergrund den Amateurfußball am Laufen halten.
Ehrenamtliche im Mittelpunkt
Die Ehrenamtlichen, Trainer, Spieler und Vereinsverantwortlichen sind Woche für Woche auf und neben den Plätzen der Region mit Leidenschaft im Einsatz. Genau dieses Engagement wollte der SV Darmstadt 98 würdigen und schickte deshalb seine Profis in die Vereine der Region. Dort erlebten die Lilien-Spieler den Fußball, wie sie ihn noch aus ihren eigenen Kindertagen kennen.
Tischkicker, Lattenschuss und viele Gespräche
Wie genau der Nachmittag ablief, war von Verein zu Verein unterschiedlich. Es wurde Tischkicker gespielt, aufs Lattenkreuz geschossen und Autogramme geschrieben, vor allem aber geredet: mit Fans, Nachwuchsspielern und Vereinsverantwortlichen. Auch die Spiele der Gastgeber verfolgten die Profis des SVD live und erhielten dabei einen unmittelbaren Einblick in den Vereinsalltag abseits des Profigeschäfts.
Lilien-Spieler Merveille Papela brachte den Gedanken hinter der Aktion auf den Punkt: "Es ist uns als Verein wichtig, die Verbindung zu den Fans zu stärken und die Ehrenamtlichen zu unterstützen."
Gewinnspiel kommt der Jugendarbeit zugute
Für die Gastgeber bot der Besuch nicht nur die Gelegenheit, ihren Verein ins Rampenlicht zu rücken und sichtbar zu machen, was dort Woche für Woche geleistet wird. Gleichzeitig stand auch die Förderung des Nachwuchses im Fokus: Ein begleitendes Gewinnspiel bot den Vereinen die Möglichkeit, zusätzliche finanzielle Unterstützung für ihre Jugendarbeit zu gewinnen.
Marco Altetiemann, Abteilungsleiter der SG Reichenbach, einer der 13 besuchten Vereine, freute sich besonders über den Effekt auf die jüngsten Mitglieder: "Für die Kids ist es schön zu sehen, dass die Profis auch nahbar sind und zu den kleinen Vereinen kommen, in denen sie vielleicht selbst einmal gespielt haben."