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Energiekrise in Hessen: Weihnachtsmärkte auf dem Prüfstand

Energiekrise in Hessen - Weihnachtsmärkte auf dem Prüfstand

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Rund drei Monate vor Weihnachten ist eine Entscheidung über Energiesparen auf Weihnachtsmärkten in vielen hessischen Kommunen noch nicht gefallen.

Es wird noch geprüft, ob und in welchem Umfang bei Beleuchtung oder Angebot Abstriche wegen der Energiekrise gemacht werden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

Keine Absage in Frankfurt geplant

Bei der Planung des Frankfurter Weihnachtsmarktes sei die Energiekrise "selbstverständlich ein Thema", erklärte eine Sprecherin der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main. Daher werden derzeit Gespräche geführt, wie man auf die Energienotlage reagieren könne. Eine Verkleinerung oder gar eine Absage des Weihnachtsmarktes sei nicht vorgesehen.

Kürzere Öffnungszeit in Darmstadt?

Für den Darmstädter Weihnachtsmarkt wird derzeit geprüft, wie man der aktuellen Energienotlage Rechnung tragen kann. So stünden die Öffnungszeiten und die Beleuchtung auf dem Prüfstand, sagte ein Sprecher der Stadt. Derzeit gebe es Gespräche mit Schaustellern, wie man das umsetzen könne.

Weniger Beleuchtungszeit in Limburg

Da bereits vor einigen Jahren in Limburg die Weihnachtsbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt worden sei, werde sie auch in diesem Jahr angestellt, erklärt eine Sprecherin der mittelhessischen Stadt. Sonst werde die "Weihnachtsstimmung und Atmosphäre verloren gehen". Geplant sei aber, dass die Beleuchtungszeit kürzer ausfallen soll als in der Vergangenheit.

Lichterglanz bis 22.00 Uhr

Bei der weihnachtlichen Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet werde nur die Beleuchtung eingesetzt, die über einen Timer gesteuert werden könne. Dadurch werde sie nur vom Einsetzen der Dämmerung bis etwa 22.00 Uhr eingeschaltet.

Limburg will die weihnachtliche Straßenbeleuchtung ab 22 Uhr ausschalten.
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Limburg will die weihnachtliche Straßenbeleuchtung ab 22 Uhr ausschalten. Auch Kassel überlegt, wie lange die Lichterpracht an und wie hell sie sein soll.

Viele Kommunen beraten noch

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat nach den Worten eines Sprechers derzeit "noch keine genaue Festlegung getroffen, welche Weihnachtsbeleuchtung in welchem Umfang reduziert werden wird". Die Stadt prüfe noch, wie die Beschlüsse des hessischen Städtetages umgesetzt werden können.

Flexibles Konzept in Fulda

Auch in Fulda sagte ein Sprecher: "Der Weihnachtsmarkt soll auf jeden Fall stattfinden." Es werde an einem flexiblen Konzept gearbeitet, das erhebliche Energiesparmaßnahmen ermöglichen solle. Details könnten aber noch nicht genannt werden.

Michelstadt erarbeitet Konzept

Für den Weihnachtsmarkt im südhessischen Michelstadt vom 25. November bis 23. Dezember werden dem Kulturamt zufolge wegen der Energiekrise derzeit noch Konzepte erarbeitet.

Wie lange leuchten Lichterketten in Kassel?

Einen Weihnachtsmarkt soll es trotz der Krise auch in Kassel geben. Man sei gerade dabei, mit allen Beteiligten und unter der Leitung von Kassel Marketing, die Details zu klären, teilte die Stadt mit. Unter anderem werde geprüft, wie bei der stimmungsvollen Beleuchtung Intensität und Betriebszeiten reduziert werden können. Dafür finde eine Abstimmung mit den für die Beleuchtung verantwortlichen Kaufleuten statt.

Keine Eisbahn in Gießen?

Wie der Weihnachtsmarkt möglichst nachhaltig gestaltet werden kann, überlegen die Veranstalter auch in der mittelhessischen Uni-Stadt Gießen. "Das ist ein wichtiges Thema", heißt es von der Stadtmarketing-Gesellschaft. Derzeit werde geklärt, wie Budenzauber und Energiesparen zusammengehen sollen. Zur Prüfung gehört auch, ob es wieder eine Eisbahn geben kann.

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