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Bahn und GDL einigen sich im Tarifstreit

Keine Bahn-Streiks mehr! - Bahn und GDL einigen sich im Tarifstreit

GDL-Chef Claus Weselsky (hier nach einer Rede bei einer Kundgebung in Dresden) hatte mit mehreren kurz aufeinanderfolgenden Streiks zuletzt den Druck im Tarifkonflikt erhöht
© dpa

GDL-Chef Claus Weselsky (hier nach einer Rede bei einer Kundgebung in Dresden) hatte mit mehreren kurz aufeinanderfolgenden Streiks zuletzt den Druck im Tarifkonflikt erhöht (Archivbild).

Der Tarifstreit bei der Bahn ist vorbei. Zwischen dem Konzern und der Lokführergewerkschaft GDL gibt es einen Abschluss. Der Konzern ist der Gewerkschaft bei einer ihrer Kernforderungen weit entgegen gekommen, wie jetzt bekannt wurde.

Für Fahrgäste der Deutschen Bahn kehrt ein Stück weit Verlässlichkeit auf die Schiene zurück. Der Konzern und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihren monatelangen Tarifstreit mit mehreren Arbeitskämpfen beigelegt, wie beide Seiten am Abend mitteilten.

Knackpunkt 35-Stunden-Woche

Insbesondere bei der 35-Stunden-Woche macht der Konzern weitgehende Zugeständnisse. Die Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter bei gleichbleibendem Lohn von derzeit 38 auf 35 Stunden soll kommen, wie die Bahn am Dienstag mitteilte. Allerdings in mehreren Stufen bis 2029, und nicht alle Schritte erfolgen automatisch. "Kernelement ist ein innovatives Optionsmodell, mit dem Mitarbeitende im Schichtdienst künftig selbst über ihre Wochenarbeitszeit entscheiden", teilte die Bahn mit.

Stufenweise Arbeitszeit reduzieren

Demnach erfolgt die erste Reduzierung um eine Stunde auf 37 Wochenstunden ab 2026 noch automatisch, sollten die Beschäftigten vorher nicht anmelden, dass sie bei 38 Stunden bleiben wollen oder sogar länger arbeiten wollen. Bleiben sie bei 38 Stunden, erhalten sie noch einmal 2,7 Prozent mehr Entgelt. Anfang 2027 gibt es dann eine optionale Reduzierung auf 36 Stunden, ab 2028 auf 35,5 Stunden und ab 2029 dann 35 Stunden.

Bahnchef zufrieden mit dem Ergebnis

Bahnchef Martin Seiler zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. "Ich denke das Ringen hat sich für alle Seiten gelohnt", sagte er auf einer Pressekonferenz. Man habe bei der Arbeitszeit ein "gutes Ergebnis", so der Personalvorstand.

"Das Ringen hat sich gelohnt"

Martin Seiler, Personalvorstand bei der Deutschen Bahn, ist mit dem Ergebnis zufrieden

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Reisende und Pendler in Hessen freuen sich

Viele Reisende in Hessen freuen sich über das Ergebnis und darüber, dass Bahnstreiks erstmal kein Thema mehr sind. Unser FFH-Reporter hat sich am frühen Morgen am Hauptbahnhof in Wiesbaden umgehört. Bei vielen Pendlerinnen und Pendlern herrscht Verständnis für die Lokführer, andere Befragte waren zum Schluss nur noch genervt.

"Super, dass es endlich eine Einigung gibt!"

Pendler und Reisende am Hauptbahnhof in Wiesbaden sind happy am FFH-Mikro

© HIT RADIO FFH

Weitere Streiks vom Tisch

Weitere Streiks sind damit nicht mehr möglich. Wie genau der Tarifkompromiss aussieht, wollen Bahn und GDL in separaten Pressekonferenzen verkünden. Offen bleibt bis dann vor allem die Frage, ob sich die GDL mit ihrer Kernforderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei gleichbleibendem Lohn vollständig durchsetzen konnte oder nicht.

Einigung nach über 4 Monaten Verhandlungen und Streiks

Nach mehr als vier Monaten ist der Tarifstreit bei der Deutschen Bahn damit beendet. Weitere Details teilten beide seiten nicht mit. Sowohl die Bahn als auch GDL-Chef Claus Weselsky hatten sich zuletzt zuversichtlich geäußert, zu einer baldigen Lösung im Konflikt zu kommen. Wie der Kompromiss aussieht ist nich nicht bekannt.

Sechs Streiks legten Zugverkehr lahm

Insgesamt sechs Mal führten Arbeitskämpfe der GDL im nun beendeten Tarifkonflikt zu erheblichen Einschränkungen für Bahnkunden. Zuletzt hatte Gewerkschaftschef Claus Weselsky Streiks deutlich kurzfristiger angekündigt als zuvor. Eine Annäherung zwischen beiden Seiten war lange nicht absehbar.

Auch Hessen war von Streiks massiv betroffen

Auch bei uns in Hessen waren die Auswirkungen der Streiks zuletzt deutlich spürbar. Die GDL hatte mit einem 35-Stunden-Streik und einer weitere nur kurz vorher angekündigten Arbeitsniederlegung im März den Druck erhöht. Auch in Hessen stand dabei vieles auf der Schiene still.

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