Wintersturmtief Elli sorgt für glatte Straßen in Hessen
Chaos in Nord- und Osthessen - Wintersturm Elli sorgt für glatte Straßen
Wintersturmtief Elli hatte Hessen am Freitagmorgen im Griff. Wind, Schnee und Regen machten die Straßen glatt. Vor allem in Nord- und Osthessen hat es Probleme und Unfälle im Straßenverkehr gegeben.
Die winterlichen Straßenverhältnisse sorgten für erhebliche Behinderungen auf den Autobahnen. In Osthessen waren laut Polizeipräsidium zwei Autobahnen in beide Richtungen blockiert: die A4 und die A5. Grund waren nach Angaben eines Polizeisprechers festgefahrene und querstehende Lastwagen. Die A7 war zeitweise zwischen Homberg und Bad Hersfeld gesperrt.
LKW blieben auf Autobahnen liegen
LKW-Fahrer wurden aufgefordert, die Autobahnen zu verlassen und Rastplätze anzufahren. Räumfahrzeuge und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Ein Schwerpunkt war die A4. Dort hatten sich gleich vier Sattelzüge "neben der Fahrspur eingegraben", so ein Polizeisprecher. Auf der A7 war schon am frühen Morgen ein Lkw umgekippt und auf dem Seitenstreifen liegengeblieben. Auf der A5 rutschte ein Sattelzug von der Fahrbahn.
Zwei Leichtverletzte
Auch auf Bundes- und Landstraßen in Osthessen gab es am Freitagmorgen Unfälle, wie das Polizeipräsidium berichtete. Bei Schlitz (Vogelsbergkreis) gab es einen Unfall mit drei Fahrzeugen. Dabei wurde laut Polizei eine Person leicht verletzt. In Freiensteinau krachte ein Sprinter-Fahrer in einen Bentley. Drei Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 170.000 Euro.
Kinder werfen Schneebälle auf die Autobahn
Am Donnerstagabend hatten vier Kinder Schneebälle von einer Brücke auf die Autobahn 643 zwischen Wiesbaden und Mainz geworfen, wie die Autobahnpolizei berichtete. Eine Kugel traf die Windschutzscheibe eines 30-jährigen aus Bad Camberg und beschädigt diese. Die Polizei entdeckte die Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren und brachte sie zu ihren Eltern.
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Die Wetter-Aussichten
Das glatte Wetter bleibt uns noch weiter erhalten. Am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag schneit es vielerorts wieder. Insgesamt rechnet der DWD mit 5 bis 10, lokal bis 15 Zentimeter Neuschnee. Im Bergland sind teils auch Schneeverwehungen möglich. Die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 300 bis 500 Meter.
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In den kommenden Nächten wird es teils wieder klirrend kalt. Deshalb kann sich auch schnell wieder Glatteis bilden - Vorsicht ist weiter angesagt.