Stau bremst Hessens Pendler aus - Hier ist es besonders schlimm
Ob Frankfurt, Wiesbaden oder Kassel: Der Verkehr stockt, die Fahrtzeiten steigen. Besserung ist erst mal nicht in Sicht.
Wer morgens im Auto sitzt, spürt es längst: Stau ist in Hessens Ballungsräumen kein Ausnahmezustand mehr, sondern Alltag. Wie stark Autofahrerinnen und Autofahrer ausgebremst werden, zeigt der aktuelle Verkehrsindex des Karten- und Navigationsspezialisten TomTom.
Zusammenfassung der 15. Ausgabe des "TomTom Traffic Index": Während die Lage 2025 in Frankfurt stabil blieb, verschlechterte sich die Situation in Kassel und Wiesbaden. Der Index basiert auf anonymisierten GPS-Daten und
real gemessenen Fahrgeschwindigkeiten.
Frankfurt stabil
Zwar ist das Verkehrsaufkommen in Frankfurt weiterhin hoch - aber immerhin wurde es nicht schlimmer. Im Großraum der Finanzmetropole lag das durchschnittliche Staulevel bei 37 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.
Gleichzeitig sank die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit leicht auf 30,3 Kilometer in der Stunde.
Leichte Verschärfung in Kassel
Kassel verzeichnete 2025 "eine leichte Verschärfung" der Verkehrslage, so die Autoren. Im Großraum der Stadt lag das durchschnittliche Staulevel bei 22,8 Prozent und damit rund 1,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf 57,4 km/h.
Verschlechterung in Wiesbaden
In Wiesbaden verschlechterte sich laut TomTom die Verkehrslage. Im Großraum der hessischen Landeshauptstadt lag das durchschnittliche Staulevel bei 33,2 Prozent und damit rund 3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf 37,8 km/h. Bei den Verkehrsproblemen der Landeshauptstadt kommt auch die enge Verflechtung im Rhein-Main-Gebiet zum Tragen.
Besserung nicht in Sicht
Für das laufende Jahr machen die Experten wenig Hoffnung. Weniger Homeoffice, längere Pendelwege infolge der Stadtflucht und eine hohe
Baustellendichte wirken demnach gleichzeitig und verstärken sich gegenseitig. Investitionen in die Infrastruktur seien notwendig und unverzichtbar - entfalteten ihre entlastende Wirkung aber erst mittelfristig.