Wiesbaden sauer wegen falsche A3-Sperrung bei Google Maps
Falsche A3-Meldung über Stunden - Wiesbaden kritisiert Google Maps scharf
Ein digitaler Fehler mit ganz realen Folgen: Weil Google Maps die A3 bei Wiesbaden fälschlicherweise als gesperrt anzeigte, suchten sich unzählige Autofahrer eine andere Route. Mit gravierenden Auswirkungen, sagt jetzt die Landeshauptstadt Wiesbaden und übt scharfe Kritik am Google-Konzern.
In der Navigations-App wurde die A3 in Fahrtrichtung Süd zwischen Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz für über einen halben Tag als voll gesperrt markiert. Daraufhin verließen viele Verkehrsteilnehmende die Autobahn, um das vermeintliche Hindernis großräumig zu umfahren.
Gravierende Folgen für den Stadtverkehr
Das führte laut Stadtverwaltung besonders im Berufsverkehr zu massiven Problemen in Wiesbaden. Nicht nur die Autobahnabfahrten waren völlig verstopft, auch auf der B455 staute sich der Ausweichverkehr den Angaben zufolge extrem.
Scharfe Kritik an Google
In Wiesbaden ist der Ärger über den Vorfall entsprechend groß. Verkehrsdezernent Andreas Kowol kritisiert vor allem die lange Reaktionszeit des Tech-Konzerns. Es dürfe nicht vorkommen, dass eine der wichtigsten Fernstraßen Deutschlands stundenlang fälschlich als gesperrt angezeigt und die Stadt dadurch derart belastet werde, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.
Korrektur dauerte Stunden
Ein privates Unternehmen müsse bei einer viel genutzten Plattform deutlich schneller korrigierend eingreifen und "das muss innerhalb von Minuten und nicht Stunden passieren. So ein Vorgang darf sich nicht wiederholen“, so Kowol.
Ursache völlig unklar
Warum der Streckenabschnitt auf der A3 überhaupt als gesperrt angezeigt wurde, ist bislang unklar. Offenbar handelte es sich aber um keinen Einzelfall: Auch am Himmelfahrtstag 2025 zeigte der Navigationsdienst auffallend viele Straßensperrungen an, von denen die Polizei nichts wusste - etwa in Frankfurt, Berlin und anderen deutschen Großstädten.