GEW-Warnstreiks im März 2026 - Mehrere Landkreise in Hessen betroffen
In Hessen stehen noch im März Streiks im öffentlichen Dienst an: Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Tausende Landesbeschäftigte zum Ausstand aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 58.000 Angestellten.
Am 17. März streikten die Landesbeschäftigten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, im Landkreis Gießen, in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg, teilte die Gewerkschaft mit. Am 18. März seien die Beschäftigten in Frankfurt und im Landkreis Fulda aufgerufen.
Mindestens 300 Euro mehr
Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro zusätzlich im Monat. Für Auszubildende soll es ein Plus von 200 Euro geben. Zudem fordern sie laut GEW ein volles Monatsgehalt als Weihnachtsgeld.
Forderung für studentische Beschäftigte
Auch die studentischen 12.000 Beschäftigten an den Hochschulen sind aufgerufen, sich am Warnstreik zu beteiligen. Für sie fordert die GEW die Aufnahme in den Tarifvertrag TV-Hessen.
Angebot von Innenminister erwartet
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. März 2026 in Seeheim-Jugenheim statt. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte für dieses Spitzentreffen bereits ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite angekündigt. Zuletzt hatte er auf eine schwierige wirtschaftliche Lage verwiesen und stellte klar, dass er eine Entgeltsteigerung weit über der Inflation nicht für realistisch halte.
Hessen verhandelt alleine
Hessen ist als einziges Bundesland nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und verhandelt die Gehälter deshalb eigenständig. Die anderen 15 Bundesländer haben bereits einen Abschluss erzielt. Dort steigen die Entgelte den Angaben zufolge in drei Schritten um insgesamt 5,8 Prozent.