Tötungsdelikt in Höchst: Vier Verdächtige in Spanien gefasst
Mann in Höchst tot geprügelt - Vier Verdächtige in Spanien geschnappt
Durchbruch für die Polizei nach dem gewaltsamen Tod eines 30-Jährigen im Höchster Stadtteil Mümling-Grumbach: Vier Tatverdächtige konnten nun in Spanien festgenommen werden. Ein Hauptverdächtiger sitzt bereits seit Dezember in Untersuchungshaft.
Das Opfer, ein 30-Jähriger aus dem Groß-Umstädter Stadtteil Heubach, war am 9. Dezember zunächst von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Kurz darauf wurde er laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Ortsrand des Höchster Ortsteils Mümling-Grumbach tot in der Nähe seines Fahrzeugs gefunden. Die Obduktion hat gemäß der Staatsanwaltschaft ergeben, dass der Mann verprügelt wurde und schließlich an einem “äußeren Gewalteinfluss im Halsbereich” gestorben ist.
Untersuchungshaft für 24-Jährigen
Schon kurz nach dem Leichenfund erhärtete sich den Angaben zufolge der Verdacht gegen einen 24-jährigen Mann aus Breuberg. Er befindet sich seit 10. Dezember in Untersuchungshaft. Die eingerichtete Mordkommission “Forest” wertete anschließend Spuren am Tatort sowie Videoaufzeichnungen aus. Zwischenzeitlich arbeiteten den Angaben nach über 30 Beamtinnen und Beamte an dem Fall.
Flucht nach Spanien
Dadurch gerieten vier weitere Männer im Alter zwischen 29 und 35 Jahren ins Visier der Ermittler. Die mutmaßlichen Mittäter sollen sich nach der Tat nach Spanien abgesetzt haben. Daraufhin erwirkte die Staatsanwaltschaft Darmstadt europaweite Haftbefehle.
Festnahme durch Zielfahnder
Mit der Unterstützung spezieller Zielfahnder konnten die gesuchten Männer schließlich in Lloret de Mar, Vidreres und Girona lokalisiert und festgenommen werden. Zwei der Verdächtigen wurden laut Polizei bereits nach Deutschland überstellt und sitzen nach der Vorführung beim Amtsgericht nun ebenfalls in Untersuchungshaft.
Hintergründe noch unklar
Für die beiden weiteren Tatverdächtigen werden aktuell noch die Auslieferungsverfahren betrieben. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen, dem exakten Ablauf der Tat sowie zum Motiv dauern weiter an, heißt es von Polizei und Staatsanwaltschaft.