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5,8 Prozent mehr Geld in zwei Stufen für Landesbeschäftigte

Mehr Geld - 5,8 Prozent mehr Geld in zwei Stufen für

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Innenminister Roman Poseck (l.m) unterschreibt den neuen Tarifabschluss für Landesbeschäftigte im öffentlichen Dienst. Auch Christine Behle (l.) von ver.di, Andreas Hemsing von dbb (r. von Poseck), Jens Morherr von DgP und Michael Schmitt (r.) von IG BAU haben unterschrieben. 

Mitten in der Nacht einigen sich die Tarifparteien. Hessens Landesbeschäftigte wie Polizisten und Justizmitarbeiter verdienen künftig mehr Geld. Wie sieht die Einigung von Land und Gewerkschaften aus?

Die rund 58.000 hessischen Landesbeschäftigten im öffentlichen Dienst sollen in zwei Stufen insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Eine nächtliche Tarifeinigung in Seeheim-Jugenheim im Kreis Darmstadt-Dieburg sieht zunächst ein Plus von 3,0 Prozent zum 1. Juli 2026 vor – mindestens aber 110 Euro pro Monat. Es folgt ein weiteres Plus von 2,8 Prozent zum 1. Oktober 2027, wie das Innenministerium mitteilte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt demnach 25 Monate. 

Abschluss berücksichtigt angespannte Haushaltslage

"Wir haben eine Einigung erzielen können, die sowohl die berechtigten Interessen der Beschäftigten als auch die angespannte Haushaltslage berücksichtigt", sagte Innenminister Roman Poseck (CDU). Das Gehaltsplus zeige auch die Wertschätzung für die Beschäftigten. 

Die finanziellen Auswirkungen seien geringer als vor zwei Jahren, sagte der Minister. Sie würden für die Gesamtlaufzeit bei Einbeziehung der Beamten und Versorgungsempfänger bei etwas unter einer Milliarde Euro liegen. Im Haushalt sei hier bereits Vorsorge für die Jahre 2026 und 2027 getroffen worden. Es sei beabsichtigt, den Abschluss zeitgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger zu übertragen.

Poseck: "Das Ergebnis ist gut für das Land Hessen und für die Beschäftigten."

Innenminister Roman Poseck, erzählt am FFH-Mikro, warum das Ergebnis für alle gut ist.

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Gewerkschaften sehen Licht und Schatten

Gewerkschaften und Beamtenbund sprachen von zähen Verhandlungen und einem Kompromiss, übten aber auch Kritik. "Die Entgeltsteigerungen hier in Hessen sind sogar besser als die in den anderen Ländern, weil beispielsweise die dreiprozentige Erhöhung als Erstes kommt und dann erst die 2,8 Prozent aufsetzen", teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Nicht gelungen sei es, die studentischen Beschäftigten mit in den Tarifvertrag aufzunehmen. 

"Dieser Kompromiss ist nach sehr schwierigen Verhandlungen zustande gekommen", hieß bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Auch sie kritisierte, dass die studentischen Beschäftigten nicht mit in den Tarifvertrag aufgenommen wurden.  

Die Gewerkschaften hatten zuvor unter Verweis auf Reallohnverluste früherer Jahre und auf viele unbesetzte Stellen sieben Prozent mehr Geld verlangt – mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Zudem forderten sie zunächst eine Laufzeit des Tarifvertrags von nur zwölf Monaten. Es hatte eine Reihe von Demonstrationen gegeben.

Hessen nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder

Innenminister Roman Poseck hatte ein konkretes Angebot bei den Tarifverhandlungen erst für die dritte Runde der Tarifverhandlungen angekündigt, die am Donnerstag in Seeheim-Jugenheim begonnen hatte. 

Hessen ist als einziges Bundesland nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und verhandelt daher eigenständig über die Entgelte seiner Beschäftigten. Für alle anderen Bundesländer wurde bereits zuvor ein Tarifabschluss erzielt. Insgesamt erhöhen sich die Entgelte dort ebenfalls um 5,8 Prozent – allerdings in drei statt zwei Schritten und bis zum Jahresbeginn 2028.

Behle: "Natürlich haben wir uns mehr erhofft."

Christine Behle von ver.di hat am FFH-Mikro erklärt, wie sie den Abschluss der Tarifverhandlung findet.

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