100 Tonnen Batterien pro Tag - Hochmoderne Recyclinganlage gestartet
Rohstoffe sind teuer und manchmal einfach auch rar. Sie einfach wegzuwerfen ist zu schade. Mit Hightech und KI zerlegt eine neue Anlage in Südhessen Batterien – und gewinnt daraus wertvolle Rohstoffe.
Sie enthalten Zink, Nickel, Eisen oder Aluminium: Rohstoffe aus Batterien, die die Industrie wieder verwerten kann.
Künstlicher Intelligenz im Einsatz
Eine neue hochmoderne Recyclinganlage im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg erkennt mit künstlicher Intelligenz und Röntgenstrahlung, um welche Art Batterie es sich handelt. Mit der Anlage können den Betreibern zufolge haushaltsübliche Kleinbatterien, zum Beispiel aus Fernbedienungen, aber auch Spezialbatterien und Elektrogeräte verwertet werden. Das Recyclingunternehmen Saubermacher mit Sitz in Graz und die Meinhardt Städtereinigung gingen heute mit ihrer neuen Anlage an den Start.
Ministerpräsident lobt Anlage
"Ein moderner Industriestandort muss heute nicht nur produzieren, sondern auch Wertschöpfung im Land halten", sagte Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bei der Eröffnung. "Gerade in diesen geopolitisch unruhigen Zeiten brauchen wir mehr Eigenständigkeit und Resilienz durch kluge Innovationen und Investitionen." Die beiden Unternehmen würden einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft, mehr industrielle Wertschöpfung und mehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit in Europa schaffen.
100 Tonnen Batterien pro Tag recyceln
In der neuen Recyclinganlage können künftig nach Angaben der Betreiber täglich bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien verarbeitet werden. Mit der Anlage könnten Metalle, Kunststoffe oder Glas gewonnen werden. Gefährliche Stoffe würden entfernt und umweltgerecht entsorgt. Die beiden Unternehmen bezifferten vor einem Jahr die Investitionen mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Rhein zufolge förderte das Land die Anlage mit 700.000 Euro.