Nach Arbeitsunfall in Runkel - auch fünfter Mann gestorben
Nach Gerberei-Unglück in Runkel - Jetzt sind alle fünf Männer tot
Nach dem schrecklichen Unglück in Runkel sind jetzt fünf Tote zu beklagen. Gestern sei auch der letzte Verletzte gestorben, berichtet die Staatsanwaltschaft. Der tödliche Unfall in einer Lederfabrik zieht unterdessen Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt nach sich. Noch sind viele Fragen zum Ablauf des Unglücks offen.
Nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung im Raum. Es würden entsprechende Ermittlungen gegen Unbekannt geführt, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Hätten Arbeiter Masken und Schutzkleidung tragen müssen oder nicht?
Fragen wie die, ob die betroffenen Arbeiter beim Einstieg in die Grube Atemschutz und Schutzkleidung hätten tragen müssen oder nicht und ob und in welcher Form zu diesem Zeitpunkt Gasmessungen in der Grube durchgeführt worden seien, seien Gegenstand der Ermittlungen.
Drei Männer vor Ort gestorben, zwei später im Krankenhaus
Rettungskräfte hatten am 16. April fünf Männer aus der Grube auf dem Gelände des Betriebs geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren starben noch vor Ort, die beiden anderen waren mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.
Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter weiterer Mitarbeiter des Betriebs, war vor gut einer Woche im Krankenhaus an den Folgen des Unglücks gestorben. Der fünfte Tote war demnach ein 60 Jahre alter Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur.
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