Tierischer Ausraster im Video - Jungbulle rammt Auto in Brachttal
Ein ausgebrochener Jungbulle hat am Sonntagnachmittag in Brachttal-Hellstein für Chaos gesorgt. Er rammte das Heck eines geparkten Autos, wie in einem Augenzeugen-Video zu sehen ist. Polizei, Feuerwehr und die Tierrettungseinheit des Main-Kinzig-Kreises waren im Einsatz.
Mehrere Notrufe gingen bei den Einsatzkräften ab 14 Uhr ein, nachdem das Tier offenbar ausgebüxt war und sich aggressiv verhielt. Wie im Video zu sehen ist, rannte der Jungbulle durch ein Wohngebiet in Brachttal-Hellstein und rammte dabei ein parkendes Auto. Dabei verletzte sich der Jungbulle mutmaßlich selbst, teilte die Polizei mit.
Der erste Versuch, den Bullen mit einem Betäubungsgewehr zu beruhigen, war nach Angaben der Polizei erfolglos. Daraufhin soll das verletzte Tier in den umliegenden Wald in Richtung Birstein geflüchtet sein - dabei befand es sich zwischenzeitlich in unmittelbarer Nähe zu einer Radfahrerin.
Bulle am Waldrand gefunden
Der Bulle wurde schließlich im Rahmen einer großen Suchaktion, bei der auch zwei private Drohnen sowie zwei Hunde zum Einsatz kamen, am Waldrand zwischen Hellstein und Untersotzbach gefunden. Aufgrund der anhaltenden Gefährdungslage habe ein Jäger das Tier letztlich erlegt, hieß es von der Polizei. Menschen wurden den Angaben nach bei dem Vorfall nicht verletzt.
Jungbullen sind gefährlich
Allgemein gelten Jungbullen als kräftig, schwer und manchmal unberechenbar. Besonders während der Pubertät, also im Alter von sechs bis 18 Monaten, testen sie ihre Kräfte und ihr Revierverhalten. Dies kann zu plötzlich aggressivem Verhalten führen. Wegen ihres Gewichts von mehreren hundert Kilogramm können sie ernsthafte Verletzungen verursachen, besonders im Straßenverkehr oder in der Nähe von Bahngleisen.