Ende am 1. Juli - Keine Verlängerung des Tankrabatts
Der Tankrabatt wird am 1. Juli auslaufen. Eine Verlängerung des Rabatts ist laut Verkehrsminister Schnieder unwahrscheinlich.
"Der Staat kommt irgendwann an die Grenze seiner Möglichkeiten", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". Der "Tankrabatt" ist eine befristete Steuersenkung auf Kraftstoffe zur Entlastung von Autofahrern und Unternehmen bei hohen Spritpreisen im Zuge des Iran-Kriegs.
Fokus auf Güterverkehr
Schnieder sprach sich dafür aus, vor allem den Güterverkehr in den Blick zu nehmen. "Der hat große Auswirkungen auf das, was wir im Alltag spüren. Diese Preise werden weitergegeben, Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs werden teuer." Vor allem kleinere Unternehmen hätten es schwer.
Energiesteuern kurzzeitig ausgesetzt
Die Energiesteuern auf Diesel und Benzin wurden um 14,04 Cent pro Liter gesenkt. Da auf die wegfallende Energiesteuer auch keine Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich insgesamt eine Reduzierung um 16,7 Cent – gerundet entspricht das den oft genannten 17 Cent. Die Steuersenkung gilt seit Anfang Mai 2026 und läuft bis Ende Juni 2026. Dem Staat dürften dadurch Steuerausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro entstehen.
Kein physischer Mangel an Kraftstoffen
Die Gefahr, dass es in Deutschland zu einem physischen Mangel an Kraftstoffen kommt, sieht Schneider zumindest kurzfristig nicht. Bei Benzin und Diesel seien die Bezugsquellen diversifizierter, Deutschland sei "nicht so abhängig vom Nahen Osten", sagte er.
Der CDU-Politiker sieht den Sommerreiseverkehr nicht gefährdet: "Er wird jedenfalls nicht daran scheitern, dass wir in Deutschland kein Kerosin zur Verfügung haben." Sorgen bereite derzeit vor allem die Preisentwicklung bei Kraftstoffen.