Hanfwunder aus Berlin - THC soll Alpträume bekämpfen
Hanf als Heilmittel bei posttraumaischen Belastungsstörungen oder Panikattacken? Eine Studie gibt nun Aufschlüsse.
Eine Studie der Berliner Charité zeigt, dass der Wirkstoff gegen extreme Alpträume helfen kann. Bei vielen Betroffenen verschwanden die Beschwerden sogar ganz.
Deutlicher Rückgang der Alpträume
Das Ergebnis der Untersuchung mit über 170 Teilnehmern ist den Angaben zufolge eindeutig. Bei mehr als der Hälfte der Patienten mit echtem THC zeigte die Behandlung Wirkung. Bei über einem Drittel verschwanden die Alpträume laut der Charité im Studienzeitraum sogar vollständig. Fünf von sechs Patienten fühlten sich insgesamt deutlich besser.
THC bremst Stressreaktion
Der Cannabis-Wirkstoff soll in den intensiven REM-Traumphasen die Traumaktivität abschwächen und so die nächtliche Stressreaktion mildern. Die Mediziner kamen auf die Idee für die Untersuchung, weil viele traumatisierte Menschen bereits privat zu Cannabis greifen. Sie nutzen es laut den Forschenden oft schon jahrelang als Selbstmedikation, um Ängste zu verringern.
Blick auf die Langzeitwirkung
Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen nach dem Absetzen der Tropfen traten laut den Studienleitern nicht auf. Es kam lediglich zu Begleiterscheinungen wie leichtem Schwindel, Kopfschmerzen oder mehr Appetit. In weiteren Studien soll nun geklärt werden, ob die Tropfen auch dauerhaft helfen oder ob mit der Zeit ein Gewöhnungseffekt eintritt.