Hier gab es lokale Probleme - Positive Bilanz zum Warntag in Hessen
Beim bundesweiten Warntag haben die Warnsysteme in Hessen nach ersten Erkenntnissen gut funktioniert. Ein Mix aus Sirenen, Warn-Apps und Cell-Broadcast erreichte die Bevölkerung weitgehend ohne größere Störungen. Das teilt das hessische Innenministerium in einer ersten Bilanz mit.
Um die Menschen zu alarmieren, setzte das Land unter anderem auf seine mehr als 4.000 Sirenen. Diese bilden laut Innenminister Roman Poseck das gut hörbare Fundament der Warnmittel, falls die digitale Technik im Ernstfall an ihre Grenzen stößt.
Sekundenschnelle Alarmierung
Über die zentrale Leitfunkstelle in Kassel konnte ein Großteil der Sirenen über das Digitalfunknetz in wenigen Sekunden ausgelöst werden. Gleichzeitig empfingen den Angaben zufolge auch rund 65.000 Pager der hessischen Rettungskräfte das Signal. Bei älteren, analog gesteuerten Sirenen kam es laut Ministerium vereinzelt zu leichten zeitlichen Verzögerungen.
Störung in der Rhön
Ganz reibungslos lief der Testlauf jedoch nicht überall. Bei der Zustellung über die Warn-Apps stellte die Behörde teilweise Verzögerungen fest. In der Region Gersfeld in der Rhön sorgte laut Ministerium zudem eine Störung im Mobilfunknetz für lokale Probleme.
Warn-App “hessenWARN” wird eingestellt
Gleichzeitig kündigte das Land eine Änderung für Smartphone-Nutzer an: Die landeseigene App "hessenWARN" wird zum Jahresende eingestellt. Sie wird durch die bundesweite App "NINA" ersetzt, die inzwischen über dieselben Funktionen verfügt.
Vorbereitung für den Ernstfall
Der regelmäßige Probealarm dient laut Innenministerium dazu, technische Lücken frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Nur so könne sichergestellt werden, dass im Katastrophenfall alle Systeme verlässlich ineinandergreifen.