Nachrichten > Top-Meldungen >

IHK: Schaden nach Niedrigwasser wird immens sein

Wirtschaft am Rhein - IHK: Schaden nach Niedrigwasser wird immens sein

Rhein bei Kaub
© Boris Roessler/dpa

Der «Pegel Kaub» gilt für die Schifffahrt als kritischer Punkt bei der Frage nach einer durchgehenden Passierbarkeit des Flusses. (Archivbild)

Das andauernde Niedrigwasser im Rhein stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Warum die IHK in Rheinland-Pfalz vor immensen Schäden warnt und was sie fordert.

Das andauernde Niedrigwasser im Rhein belastet die Wirtschaft und könnte in diesem Jahr einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen. "Es ist eine wirklich kritische Situation", sagte Nicole Rabold, verkehrspolitische Sprecherin der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. 

Wenn der Pegelstand beim rheinland-pfälzischen Kaub unter 40 Zentimeter falle, sei eine wirtschaftlich sinnvolle Binnenschifffahrt nicht mehr möglich, so Rabold. Der Abschnitt am Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz gilt als zentraler Engpass auf der wichtigen deutschen Wasserstraße. Ein Pegelstand ist eine relative, von einem festgelegten Punkt aus gemessene Wasserhöhe. Er zeigt damit nicht die tatsächliche Wassertiefe bis zum Boden. Für die Schifffahrt ist vor allem die Fahrrinnentiefe entscheidend. Die Fahrrinne ist der Bereich, in dem im Normalfall bestimmte Breiten und Tiefen für den Schiffverkehr vorhanden sind. Je nach Rhein-Abschnitt gibt es Unterschiede. 

Historische Tiefststände 

Zwar war der Pegelstand in Kaub nach einigen Regenfällen zuletzt leicht gestiegen, bewegte sich in den vergangenen Tagen jedoch wieder unter dem bisherigen Tiefstwert, der mit 25 Zentimetern im Jahr 2018 gemessen wurde. Im diesjährigen Sommer war er bereits einstellig. 

Daraufhin brach die Frachtschifffahrt auf dem Rhein ein: Güterschiffe können entweder gar nicht mehr oder nur leer fahren. Das treibt die Kosten in die Höhe, wie eine Sprecherin der IHK Rheinhessen ergänzte. Historische Tiefststände wurden nicht nur in Kaub gemessen: Auch beispielsweise in Köln bewegte sich der Pegelstand zuletzt wieder unter dem bisherigen Tiefstwert von 69 Zentimetern aus dem Jahr 2018. 

Spatenstich für BASF-Kombiverkehrsterminal
© Florian Wiegand/dpa

Der Verkehrsminister warnt vor einer Zunahme der Niedrigwasserphasen.

Häufiger Niedrigwasser erwartet

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) erwartet, dass es in Deutschland wegen des Klimawandels künftig häufiger zu Niedrigwasserphasen kommt und das auch erhebliche Folgen für den Gütertransport haben dürfte. In diesem Sommer seien die Niedrigwasserstände besonders früh und heftig aufgetreten, sagte Bilger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Durch die Aussetzung des Feiertagsfahrverbots für Lkw, zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene und das Verschieben nicht dringender Baustellen seien Versorgungsengpässe vermieden worden.

Bilger forderte einen Ausbau der Wasserstraßen. "Auch für mich gehört der Ausbau der Wasserstraße dazu, gerade am Rhein, wo die meisten Güter transportiert werden", sagte er. Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsweg. Wenn im Sommer regelmäßig über mehrere Wochen kaum Gütertransport möglich sei, drohe das Vertrauen der Kunden ins Binnenschiff verloren zu gehen. Bei der seit Jahrzehnten diskutierten Rheinvertiefung müsse man "jetzt endlich anpacken".

 Aus Niedrigwasserjahr 2018 gelernt 

Wie hoch der volkswirtschaftliche Schaden in diesem Jahr ausfallen wird, sei noch offen, so Rabold. Im Niedrigwasserjahr 2018 habe er rund 2,4 Milliarden Euro betragen. Seitdem seien Investitionen getätigt und die Logistik optimiert worden - etwa durch Niedrigwasserschiffe. Auch verbesserte Wasserstandsprognosen könnten helfen, die Transporte besser zu planen. 

"Ob der Schaden den von 2018 übertreffen wird, bleibt abzuwarten", sagte Rabold. Bereits jetzt sei aber davon auszugehen, dass der volkswirtschaftliche Schaden "immens" sein werde. Mit Blick auf den Klimawandel müsse zudem damit gerechnet werden, dass Niedrigwasserjahre häufiger auftreten. Eine einzelne Maßnahme werde das Problem nicht lösen. Eine Vertiefung des Rheins könne jedoch helfen, sagte Rabold. Zugleich müsse der Bund deutlich mehr in die Wasserstraßen investieren. 

Auch für Verbraucher könnten die Folgen länger spürbar bleiben - etwa an der Zapfsäule. "Es wird noch bis Oktober dauern, bis wir wieder bei normalen Preisen sind", sagte Rabold mit Blick auf die Auswirkungen der eingeschränkten Transporte.

Auch interessant
Auch interessant

Die Preise könnten bei diversen Grundstoffen steigen, warnt die…

Die Bezahlbarkeit des täglichen Lebens war zentrales Thema beim Treffen der…

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag eine Stromsteuersenkung für alle…

nach oben

HIT RADIO FFH

Jetzt einschalten

HIT RADIO FFH
FFH+ DEUTSCH
FFH+ 80ER
FFH+ 90ER
FFH+ CHARTS
FFH+ ROCK
FFH+ WEIHNACHTEN
FFH RELAX
FFH KUSCHELROCK
FFH KUSCHELPOP
FFH WEIHNACHTSRADIO
FFH WEIHNACHTSKLASSIKER
FFH TOP 40
FFH LEIDER GEIL
FFH DIE 80ER
FFH JUST 90s
FFH DIE 2000ER
FFH DIE 2010ER
FFH BEST OF 2026
FFH LOUNGE
WOHLFÜHLZEIT
FFH COUNTRY RADIO
RADIO FEIERBIEST
FFH JUST PARTY
FFH HAPPY HITS
FFH TOP 1000
FFH OLDIES
FFH JUST WHITE
FFH CHILL & GRILL
FFH EURODANCE
FFH ROCK
FFH WORKOUT
RADIO SCHLAGERHERZ
FFH SCHLAGERKULT
FFH DEUTSCH PUR
FFH BRANDNEU
FFH ACOUSTIC HITS
FFH SOUNDTRACK
FFH SUMMER FEELING
FFH FRÜHLINGS FEELING
planet radio
planet radio mit mehr Deutschrap
planet radio mit mehr Dance
planet plus Fun
planet plus Power
planet plus Liebe
planet plus Heartbreak
planet plus Weihnachten
planet Livecharts
Deutschrap Finest
planet Flashback Friday
planet The Club
planet Early Morning Breaks
planet Oldschool
planet Nightwax
planet Black Beats
Taylor Swift & Friends
Ed Sheeran & Friends
The Weeknd & Friends
David Guetta & Friends
Coldplay & Friends
Harry Styles & Friends
Dua Lipa & Friends
Justin Bieber & Friends
Beyoncé & Friends
80er-Radio harmony
harmony +70er
harmony +90er
harmony +Karneval
harmony +Weihnachten
Neue Deutsche Welle
80er Kultnight
70er-80er Kultnight
80er-90er Kultnight Radio
harmony Feelings
harmony Schlager Radio
80er Divas
80er Superstars
80er Superbands
80er Wave Pop
80er Synthie Pop