"Mahnung für heute" - Poseck würdigt Vertriebene
Innenminister Poseck betont beim regionalen "Tag der Heimat" in Stockstadt die Bedeutung von Erinnerung an Vertreibung und Heimatverlust – und zieht Parallelen zur aktuellen Lage in der Ukraine.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hat beim regionalen "Tag der Heimat" des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Stockstadt an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen erinnert und deren Lebensleistung gewürdigt. "Wer seine Heimat verliert, verliert weit mehr als einen Ort auf der Landkarte", sagte Poseck laut Mitteilung des Innenministeriums. "Es sind das Elternhaus, die vertrauten Wege, die Nachbarschaft, die Kirche, die Sprache und die Erinnerungen an ein Leben, das plötzlich zurückbleiben muss."
Poseck: "Verpflichtung für morgen"
Millionen deutsche Heimatvertriebene hätten diesen Verlust erlebt. "Sie wurden vertrieben und mussten zurücklassen, was über Generationen zu ihrem Leben gehört hatte." Das Wissen um Vertreibung und Heimatverlust sei "nicht nur Erinnerung an gestern", sondern "Mahnung für heute und Verpflichtung für morgen".
Der Minister zog dabei auch eine Verbindung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wieder verlören Menschen ihre Angehörigen, ihre Heimat und ihre Sicherheit. Frieden, Freiheit und Heimat seien keine Selbstverständlichkeit, erklärte Poseck.