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Galeria Karstadt Kaufhof soll in ein paar Jahren Gewinn machen

Galeria Karstadt Kaufhof - In ein paar Jahren wieder Gewinn machen

Die Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof in Gießen. Der Konzern will in ein paar Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben - ob auch mit der Filiale in Gießen, ist fraglich (Archivbild). 

Der Weg zum Gewinn ist hart für den Galeria-Konzern: Viele Filialen sollen geschlossen oder verkleinert werden. Und in der Zentrale ist ein großer Stellenabbau geplant. Genaue Zahlen nennt der Generalbevollmächtigte noch nicht.

Der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof soll in drei bis vier Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Weg dahin ist hart: Viele Filialen sollen geschlossen oder verkleinert werden. In der Zentrale ist ein großer Stellenabbau geplant, wie der Generalbevollmächtigte des Konzerns, Arndt Geiwitz, der "Wirtschaftswoche" und der "Lebensmittel-Zeitung" sagte. Galeria-Eigentümer Signa soll mit einer 200-Millionen-Euro-Spritze eine wichtigen Beitrag zum Neustart leisten.

Genaue Zahlen fehlen

Genaue Zahlen zu den Filialschließungen und dem Stellenabbau nannte Geiwitz nicht. "Den größten Aderlass wird es in der Zentrale geben", sagte der Generalbevollmächtigte. Medienberichte, wonach die Hälfte der 1200 Stellen dort gefährdet sind, stimmten aber nicht. Das sei "zu hoch gegriffen". In den Filialen, die der Konzern weiter betreiben wolle, werde man versuchen, so wenig Kündigungen wie möglich auszusprechen. "Wir haben jetzt schon zu wenig Fachkräfte."

Neue Verwendung für geschlossene Filialen

Auch wo Galeria-Filialen schlössen, müssten die Mitarbeiter nicht unbedingt arbeitslos werden, betonte der Sanierungsexperte. "Wir verhandeln noch mit Interessenten, die die Filialen nutzen wollen. Ich hoffe, dass wir Beschäftigte in zur Schließung vorgesehenen Filialen bei dem jeweiligen Erwerber unterbringen."

Mit Blick auf die geplanten Filialschließungen sagte Geiwitz: "Wir werden uns von Häusern trennen, die dauerhaft Verluste schreiben. Wie viele das sein werden, steht noch nicht fest." Galeria-Chef Miguel Müllenbach hatte - als der Konzern im Oktober Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchte - angekündigt, dass das Filialnetz um mindestens ein Drittel schrumpfen müsse. Damit stünden mehr als 40 der 131 Warenhäuser vor dem Aus.

Auch Filialen, bei denen die Immobilien dem Galeria-Eigentümer Signa gehören, seien davon nicht ausgenommen, betonte Geiwitz. "Wir werden auch Signa-Filialen schließen. Das ist jetzt schon sicher." Die verbleibenden Standorte sollen nach seinen Worten tendenziell verkleinert werden.

"Haben eine Zukunft in anderer Form"

"Ich bin davon überzeugt, dass die Galeria-Warenhäuser eine Zukunft haben, wenn auch nicht in ihrer derzeitigen Form", betonte Geiwitz. Galeria werde hoffentlich "in drei Kalenderjahren" wieder Gewinn machen, sagte er der "Wirtschaftswoche". Vorher fielen wegen der Umstrukturierungskosten etwa für Umbauten sicher Verluste an. In der "Lebensmittel-Zeitung" sprach er von "drei bis vier Jahren". Signa sei bereit, dafür die nötigen 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, wenn der Insolvenzplan genehmigt werde.

In drei Jahren alle Standorte umbauen

Galeria Karstadt Kaufhof hatte Ende Oktober zum zweiten Mal innerhalb von weniger als drei Jahren Rettung in einem Schutzschirm-Insolvenzverfahren gesucht. Geiwitz sieht neben der Corona-Krise, dem Krieg in der Ukraine und den gestiegenen Energiekosten auch "hausgemachte Fehler" als Ursache für die neuerliche Insolvenz. So seien zu wenige Filialen auf ein neues Konzept umgestellt worden. Das soll sich ändern.

"Wir müssen mit dem Schutzschirmverfahren die Grundlage dafür schaffen, in drei Jahren alle Standorte umzubauen. Ansonsten können wir es gleich sein lassen", sagte Geiwitz. Dezentralere Entscheidungsstrukturen sollen dabei helfen, das Geschäft neu auszurichten. "Sie können ein Warenhaus heute nicht mehr so zentral steuern wie früher."

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