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Merck leidet unter schwachem Dollar - Gewinnrückgang?

Schwacher Dollar - Merck erwartet Gewinnrückgang

Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern erwartet ein schwieriges Geschäftsjahr. Gründe sind ein schwacher US-Dollar und verstärkte Konkurrenz bei einem wichtigen Medikament.

Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck stellt sich wegen harter Konkurrenz und des schwachen US-Dollars auf schwierige Zeiten ein. Dieses Jahr dürfte der Umsatz mit 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro bestenfalls das Vorjahresniveau erreichen, teilte der Dax-Konzern mit. Im Tagesgeschäft erwartet das Unternehmen vor Sondereffekten mit 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro einen Ergebnisrückgang. 

Zollpolitik schuld

Erheblichen Gegenwind erwartet Merck vom schwachen Dollar, der unter US-Präsident Donald Trump deutlich an Wert verloren hat. Wegen seiner aggressiven Zollpolitik hat das Vertrauen in die Vereinigten Staaten an den Finanzmärkten gelitten, der Dollar ist zum Euro so schwach wie seit Jahren nicht. Da Merck rund ein Viertel seines globalen Jahresumsatzes in den USA macht, trifft das die Darmstädter spürbar. Dort beschäftigt der Konzern rund 14.000 Menschen - mehr als am Hauptsitz in Darmstadt. Zudem stellt sich Merck darauf ein, dass ab März US-Umsätze mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad wegfallen wegen des Wettbewerbs durch Nachahmerarzneien.

Gewinn 2025 deutlich gesunken

Schon im vergangenen Jahr hatten der schwache Dollar und Effekte bei asiatischen Währungen Merck belastet. 2025 ging der Umsatz um 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro zurück, während der Gewinn im Tagesgeschäft nur leicht wuchs. Einem robusten Pharma- und Laborgeschäft stand ein starkes Minus in der Elektroniksparte gegenüber. Nach Steuern musste Merck einen Gewinnrückgang um rund 6 Prozent auf gut 2,6 Milliarden hinnehmen. 

"Wir haben 2025 erneut unsere Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt – trotz erheblicher geopolitischer Herausforderungen und starker Währungsgegenwinde", sagte die scheidende Merck-Chefin Belen Garijo, die Ende April Chefin des französischen Pharmakonzern Sanofi werden soll. Ihr Nachfolger wird der bisherige Chef der Elektroniksparte, Kai Beckmann. Die Dividende für die Merck-Aktionäre soll mit 2,20 Euro je Anteil stabil bleiben.

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