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Inflation im Euroraum steigt auf 3,2 Prozent

Krieg treibt Inflation an - Rate im Euroraum bei 3,2 Prozent

Bankenskyline Frankfurt
© Boris Roessler/dpa

Die steigende Inflation in der Eurozone setzt die EZB unter Druck

Der Ölpreisschock mit dem Iran-Krieg treibt die Verbraucherpreise im Währungsraum nach oben. Damit wächst der Druck auf die EZB, bei ihrem Entscheid nächste Woche zu reagieren.

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone auch im Mai angefeuert. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 3,0 Prozent gelegen. Damit liegt die Teuerungsrate über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent im Euroraum anstrebt.

Die Notenbank steht daher unter Druck zu reagieren. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die EZB bei ihrem Entscheid am 11. Juni die Leitzinsen erstmals in diesem Jahr erhöht. Aktuell liegt der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins bei 2,0 Prozent. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte zuletzt betont, die Notenbank sei bereit zu handeln, falls nötig.

"Die Inflation dürfte noch viele Monate über 3 Prozent liegen, sofern die Straße von Hormus wider Erwarten nicht schnell geöffnet wird", meint Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Für eine anhaltend hohe Inflation spreche auch, dass Umfragen zufolge immer mehr Unternehmen die gestiegenen Energiekosten an ihre Kunden weitergeben. "Der EZB bleibt nichts anderes übrig, als ihre Leitzinsen auf der Sitzung nächste Woche anzuheben. Vermutlich dürfte sie sie nach der Sommerpause erneut erhöhen."

Höhere Leitzinsen der EZB würden Kredite für Verbraucher und Unternehmen verteuern, was die Nachfrage bremsen und die Inflation dämpfen kann. Jedoch sind höhere Zinsen eine Bürde für die ohnehin schwache Wirtschaft im Euroraum, die unter den Folgen des Iran-Krieges leidet.

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