Nachrichten > Wirtschaft aktuell >

Reallöhne in Deutschland weiter gestiegen

Gute Nachricht für Konjunktur - Reallöhne in Deutschland weiter gestiegen

Lohnsteigerung
© Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Seit mehreren Quartalen steigen die Löhne in Deutschland schneller als die Inflation. Das ist gut für die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild)

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben nach Abzug der Teuerung im Schnitt mehr Geld in der Tasche. Das ist eine gute Nachricht für die Konjunktur. Doch die vielen Krisenjahre wirken nach.

Die Löhne in Deutschland steigen weiterhin schneller als die Verbraucherpreise. 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor hatten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im zweiten Quartal 2026 zur Verfügung, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Im ersten Quartal waren die Reallöhne um 1,8 Prozent gestiegen. Den letzten Reallohnverlust registrierten die Wiesbadener Statistiker im ersten Vierteljahr 2023.

"Wenn die Reallöhne wachsen, ist das eine gute Nachricht - für die Beschäftigten, aber auch für die Konjunktur", sagt Malte Lübker vom WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. "Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal blendet jedoch aus, dass die Kaufkraft der Beschäftigten zuvor, aufgrund der hohen Inflation, herbe Einbußen erlitten hat." Verglichen mit dem zweiten Quartal 2019 - dem Stand vor den diversen Krisen - legten die Reallöhne gerade einmal um 0,6 Prozent zu.

Der private Konsum, der in guten Zeiten eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur ist, schwächelt seit Monaten. Doch es gibt positive Signale: Die Kauflaune in Deutschland habe sich wegen deutlich gestiegener Einkommenserwartungen verbessert, stellten die Nürnberger Institute NIM und GfK als Ergebnis ihrer jüngsten Konsumklimastudie fest.

Konsumklima
© Sebastian Kahnert/dpa

Der private Konsum schwächelt seit Monaten, aber es gibt positive Signale. (Symbolbild)

Anstieg der Reallöhne schwächt sich ab

Nach Einschätzung von Dominik Groll, der am Kiel Institut für Weltwirtschaft für die Arbeitsmarktanalyse verantwortlich ist, dürfte allerdings die Inflation im laufenden dritten Quartal höher ausfallen als im Vorquartal, während der Nominallohnanstieg an Fahrt verliert. "Vor diesem Hintergrund werden die Reallöhne voraussichtlich abermals langsamer steigen", prognostiziert Groll.

Im Zeitraum April bis Juni des laufenden Jahres stand nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einer nominalen Lohnsteigerung um 4,1 Prozent ein Anstieg der Verbraucherpreise um 2,5 Prozent gegenüber.

Geringverdiener profitieren von höherem Mindestlohn

Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Nominallöhne gab es im zweiten Quartal demnach in Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei (plus 8,9 Prozent), Energieversorgung (plus 7,6 Prozent) und in der Finanz- und Versicherungsbranche (plus 7,5 Prozent). Unterdurchschnittlich fiel die Lohnsteigerung in den Bereichen Kunst und Unterhaltung (plus 3,4 Prozent), Erziehung und Unterricht (plus 2,4 Prozent) sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 1,8 Prozent) aus.

Mindestlohn
© Marcus Brandt/dpa

Seit 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. 2027 wird er auf 14,60 Euro steigen. (Symbolbild)

Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde zu Jahresbeginn kommt vor allem Geringverdienern zugute. Das unterste Fünftel der Vollzeitbeschäftigten verzeichnete nach Berechnungen des Bundesamtes die stärksten Verdienststeigerungen mit durchschnittlich 6,7 Prozent. Das oberste Fünftel kam auf einen Nominallohnanstieg von 3,3 Prozent. Auszubildende hatten im zweiten Quartal nominal 6,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, geringfügig Beschäftigte verdienten 4,7 Prozent mehr.

Auch interessant
Auch interessant

Mehr Geld im Portemonnaie für Millionen Beschäftigte: Bisher sieht es danach…

Bekommt Mittelhessen sein erstes Mega-Rechenzentrum? Heute Abend (27.08.) fällt…

Das insolvente Unternehmen hinter der bekannten Deko-Kette stellt den Betrieb…

nach oben

HIT RADIO FFH

Jetzt einschalten

HIT RADIO FFH
FFH+ 80ER
FFH+ 90ER
FFH+ CHARTS
FFH+ ROCK
FFH+ WEIHNACHTEN
FFH WEIHNACHTSRADIO
FFH KUSCHELROCK
FFH KUSCHELPOP
FFH TOP 40
FFH LEIDER GEIL
FFH DIE 80ER
FFH JUST 90s
FFH DIE 2000ER
FFH DIE 2010ER
FFH BEST OF 2025
FFH LOUNGE
WOHLFÜHLZEIT
FFH COUNTRY RADIO
RADIO FEIERBIEST
FFH JUST PARTY
FFH HAPPY HITS
FFH TOP 1000
FFH OLDIES
FFH JUST WHITE
FFH CHILL & GRILL
FFH EURODANCE
FFH ROCK
FFH WORKOUT
RADIO SCHLAGERHERZ
FFH SCHLAGERKULT
FFH DEUTSCH PUR
FFH BRANDNEU
FFH ACOUSTIC HITS
FFH SOUNDTRACK
FFH SUMMER FEELING
FFH FRÜHLINGS FEELING
planet radio
planet plus Fun
planet plus Power
planet plus Liebe
planet plus Heartbreak
planet plus Weihnachten
planet Livecharts
Deutschrap Finest
planet Flashback Friday
planet The Club
planet Early Morning Breaks
planet Oldschool
planet Nightwax
planet Black Beats
Taylor Swift & Friends
Ed Sheeran & Friends
The Weeknd & Friends
David Guetta & Friends
Coldplay & Friends
Harry Styles & Friends
Dua Lipa & Friends
Justin Bieber & Friends
Beyoncé & Friends
80er-Radio harmony
harmony +70er
harmony +90er
harmony +Karneval
harmony +Weihnachten
Neue Deutsche Welle
80er Kultnight
70er-80er Kultnight
80er-90er Kultnight Radio
harmony Feelings
harmony Schlager Radio
80er Divas
80er Superstars
80er Superbands
80er Wave Pop
80er Synthie Pop