Automatisch erstellte Abschrift des Audios:
Eine absolute Kultfigur ist bei uns heute Morgen. Henni Nachtsheim, guten Morgen. Guten Morgen. Du hast nie ein Geheimnis draus gemacht zu deiner Liebe zur Eintracht Frankfurt. Jetzt hast du ein bisschen was her sogar schon. Du hast diese Liebe auf die Bühne gebracht mit einem Theaterstück, Adlerherzen. Vom Comedian zum Theater machen, wie war der Weg? Kurz. Er war kurz, weil ich, sagen wir mal, wir bei Badesalz ja nur auch über die letzten Jahrzehnte eigentlich auch immer, du hast ja ein Stück mal gesehen, Theaterstücke hatten oder Theaterformen, also wir haben immer einen festen Rahmen gehabt. Von daher war das für mich jetzt nicht so schwierig, in diese Form zu gehen, weil ich jetzt auch kein klassischer, nur Stand-Up-Comiker bin. Und ich wusste auch genau, was ich emotional erzählen will in dem Stück, was alles unterkommen soll. Es geht ja viel um Fans und um Aberglauben und um Gemecker nach schlechtem Spiel und völliger Euphorie nach Gutem und so weiter. Und es ist mir leicht gefallen und ich glaube, es funktioniert ja auch, weil die Leute, wir haben Manu jetzt 20 Mal ausverkauft im ersten Jahr. Und die Leute wirklich, also ich will jetzt nicht angeben, aber die stehen oft nach dem Auftritt noch dann minutenlang vor der Bühne und sagen mir später auch, es ist genau das, was ich fühle. Und das ist so ein Eintracht-Ding, also Eintracht-Fan. Eintracht-Ding. Es geht gar nicht um aktuelle Themen, weil die wechseln ja viel zu schnell. Ich wollte immer klassisch bleiben und ich habe halt natürlich auch ein Megateam. Ich habe eine Regisseurin, die das Ganze inszeniert hat. Ich habe noch nie so eine große Produktion mitgemacht. Riesige Bühnenbilder, die wechseln, die Leute klatschen, beklatschen, allein die Bühnenbilder und tolles Ensemble, zwölf Leute auf der Bühne. Ali Leander ist der Bandleader von der kleinen Band, das ist toll. Also hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der ganze Aufwand, du sagst gerade schon 20 ausverkaufte Shows, wir reden da über 14.000 Menschen, die das gesehen haben. Das ist schon mal eine gute Zweitliga-Kulisse. Oder auch Erstliga, wenn man auf so manche guckt. Wolfsburg. Zum Beispiel. Oder Hallo nach Hoffenheim, wobei da sind sie ein bisschen mehr. Da sind sie jetzt im Moment ein bisschen mehr. Aber hast du damit gerechnet oder hast du gedacht, naja, die Hardcores kommen vielleicht, die Eintracht-Fans? Ich hätte das sehr vermessen gefunden, wenn ich das so sehe. Ich hätte davon ausgegangen, dass das alles voll wird. Natürlich hofft man, dass es gut besucht wird. Und dann waren auf einmal 16 Vorstellungen ausverkauft und dann haben wir halt vier Zusatzvorstellungen gemacht. Und die waren dann ganz schnell ausverkauft. Und das war schon ein Riesenvertrauen von den Leuten vorab. Aber es war tatsächlich so, dass wir nicht alles im Vorfeld verkauft haben, sondern wir haben die Premiere und die ersten drei Abende waren ausverkauft. Und dann gab es eigentlich noch Karten. Aber dann war die Premiere und die ist so gut gelaufen, dass 24 Stunden nach der Premiere alles andere verkauft war. Also dann haben die Leute wirklich gesagt, hey, das müsst ihr euch angucken. Mundpropaganda. Und dann war es voll. Das war nicht so ganz einfach, an Tickets zu kommen. Man musste da über die Eintracht sich irgendwie registrieren. Das habt ihr jetzt Gott sei Dank abgestellt. Das kann jeder. Jeder. Übrigens auch, ich glaube, es ist auch was für die Mitmüßer. Also es gibt ja dann immer die Eintracht-Fans. Und dann muss ich ja jetzt mit. Die werden also auch nicht Fans kommen auf jede Kost. Ja, es ist ganz toll, weil wir zum Beispiel, wir haben ja einen Merchandiser in Stand, Gabi, unsere Merchandiser-Dame. Und da kommen halt immer dann Leute hin. Und das ist ja immer so ein bisschen auch so. Ich würde sagen so Psychotherapie-Anlaufstelle. Da wird dann auch mal alles mögliche erzählt. Und die Gabi sagt mir, es kommen regelmäßig Damen, also mittleren Alters, ältere, kommen zu und sagen dann sinngemäß so, ich bin ja eigentlich nur mit, weil mein Mann mich gebetet hat. Aber jetzt bin ich, jetzt melde ich mich auch bei der Eintracht an. Ich bin Fan seit heute. Jetzt verstehe ich was. Jetzt verstehe ich, warum wir so bescheuert sind oder bekloppt. Und das ist irgendwie, also es ist für Leute. Meine Töchter sind beide überhaupt keine fußballaffinen Fußball-Fans, sondern überhaupt nicht. Und die waren jetzt schon, jeder war zweimal da und wollte ein drittes, viertes Mal gucken, weil sie sich so gut unterhalten hat, weil es lustig ist, weil es musikalisch toll ist. Aber was ist mit Eintracht-Gegnern? Wir haben ja in Hessen schon auch diverse andere Fangruppen. Habt ihr das mal in Offenbach gespielt eigentlich? Bist du verrückt? Wir haben einen Sponsor, der hat in Offenbach einen Laden, Autoladen und wollte das Plakat, hat es aufgegeben. Das ist eine wahre Geschichte. Ein großes Plakat in seinem Autoladen in Offenbach. Und auf einmal stand so eine Clique von so düsteren Jungs vor dem Ding. Und dann haben die gesagt, der ist nicht dein Ernst. Willst du die Scheibe halten oder nicht? Und dann haben sie sofort wieder abgeengt. Okay, ja. Aber wir haben tatsächlich, was ich sehr mutig finde, es gibt so eine Clique von Jungs, die ich lange kenne, die waren auch schon bei Badesalz in den Anfangszeiten. Die sind Kickers-Fans, also Kickers Offenbach. Und die sind da hingekommen und ich habe die von der Bühne aus gesehen sogar relativ weit vorne. Und dann haben die gemerkt, das Publikum ist total freundlich, ist überhaupt nicht militant. Und dann kamen die beim dritten, viertes Mal in Kickers-Trikots. Ach komm! Und dann haben sie Kickers-Trikots in das Eiterstück getroffen. Da habe ich schon gedacht, wow, die wollen es wissen. Aber es ist nichts passiert, sondern die Leute gehen da sehr humorvoll mit um. Und letztendlich ist es so, wir haben auch schon Dortmund- und Bayern-Fans drin gehabt und die sagen halt alle, sie kapieren den Spirit. Weil es geht ja um dieses Fan-Sein. Warum ist man in so einem Verein verknallt? Und warum liebt man das so? Und das kann jeder nachvollziehen. Also auch Bayern-Fans haben mich nachher im Foyer angesprochen und gesagt, hey, wir hätten auch gerne so ein Stück. Dein Freund kann also auch mal mit. Ja, als Bayern-Fan. Ist der Bayern-Fan? Ja, ganz schlimm leider. Sprich nicht bitte. Ist er wenigstens lange schon Bayern-Fan oder so eine Neuzeit? Nee, nee, nee, schon seit Geburt. Seit Geburt, okay. Die Tour geht jetzt weiter. Drei Eich, Anfang Mai, Frankfurter Jahrhunderthalle, Limburg, Marburg. Gibt es Sachen, wo man sagt, hier ist eigentlich mehr Heimvorteil und da ist schon mal Eintracht Diaspora oder ist das hessenweit? Naja, wenn wir jetzt in Hannover spielen würden, wäre das natürlich. Ja, das natürlich. Aber nee, ich glaube, sag mal, wir können das. Wir spielen ja extra jetzt auch mal in Mittelhessen oder eben um den Eintracht-Fans dort entgegenzukommen. Es gibt ja zum Beispiel in Fulda einen wahnsinnig großen Fanclub und so weiter. Oder in Schwarzenborn, wie wir neulich gehört haben in Nordhessen. Da habe ich auch schon von gehört. Und die sind ganz froh. Also ich habe jetzt Rückmeldung bekommen. Hey, ist schön, dass ihr mal in unsere Gegend kommt und wir kommen euch entgegen. Das ist irgendwie total nett. Und dafür ist es gedacht. Aber wir freuen uns natürlich auch schon auf die Jahrhunderthalle. Drei Eich ist ja das Heiligtum. Das ist ja die Halle, die ich am allermeisten liebe. Ja. Die ist die am besten. Aber die Jahrhunderthalle ist halt eben auch eine super schöne Halle. Und es ist halt mal Frankfurt. Und die Eintracht findet das auch gut. Also ich weiß auch von den Chefs und so, die sagen alle, hey, dass ihr dann doch mal nach Frankfurt kommt, ist auch schon geil. Und sag mal, es gibt auch eine Adlerherzen-U-Bahn, gell? Ja. Bist du schon mit gefahren? Ja, ich bin sie selber gefahren. Nein! Den Johannes hat man nicht dran gelassen damals. Das darf doch sonst nur Peter Feldmann. Ich glaube, er macht das inzwischen auch hauptberuflich. Ja, aber das ist was anderes, genau. Nein, der hat die Karten kontrolliert. Nein, wir hatten tatsächlich, mit der VGF hatten wir halt eben gesprochen und dann kamen wir irgendwie ins Spinnen. Und da haben wir gesagt, wer denn nicht einfach eine Adlerherzen-U-Bahn auch mal schickt, zumal das Logo von der Adlerherzen wirklich schön ist. Und dann sagten die, ja, das ist eine geile Idee. Und dann haben wir so einen Deal ausgemacht. Die sind jetzt quasi Sponsor. Dadurch sind die uns auch wirtschaftlich entgegengekommen. Dann haben wir jetzt eine eigene U-Bahn. Die wurde eingeweiht vor ein paar Wochen. Und dann bin ich tatsächlich eine größere Strecke gefahren. Und das Geile war, das Schöne war, wenn ich dann in die U-Bahn-Station kam, bin ich dann in die U-Bahn-Station rein. Wir sind ganz normal diese Strecke von der U4 gefahren. Auch wenn jetzt noch niemand einsteigen durfte. Also da hätte ich auch nicht fahren dürfen. Aber wir hatten das Ensemble in der U-Bahn. Und dann bist du reingefahren und dann hast du gesehen, die Leute sind so auf dem Handy, gucken hoch und wow. Und gucken wirklich als echten Eyecatcher. Also das Logo von Adlerherzen ist ein Hingucker. Und das war total schön. Ja, freue ich mich drüber. Dann müssen wir noch reden über etwas. Ich bin ein bisschen überfahren worden gestern, obwohl ich es natürlich wusste. Du gehst jetzt von Theater auch auf die Musical-Bühne. Achso, ja ich weiß, was du auf hast. Ich weiß, ja das stimmt. Ich bin verpflichtet worden von einer Firma, die eigentlich Musicals wirklich macht, herstellt. Spotlight GmbH in Fulda. Die ganz großen Fulda-Produktionen. Naja, so Robin Hood und die Päpstin. Die sind sehr etabliert. Und die kamen auf die Idee, mich dazu zu holen. Die haben vom Land Hessen den Auftrag bekommen, im Rahmen des Hessentags, im Rahmen ihrer eigentlich Musical-Gala, wo sie einen Querschnitt von allen Sachen zeigen, noch ein Hessen-Musical zu etablieren. Und haben mich dann gefragt, ob ich Lust habe, da mitzumachen. Und dann bin ich da mal hingefahren. Erst kamen die zu mir, dann habe ich die besucht, dann haben wir geredet. Und jetzt sind wir kurz davor, das Buch endlich fertig zu haben. Das Drehbuch oder was? Das ist das Buch. Libretto sagt man in der Oper. Ja, Libretto sagt man auch bei uns. Das ist das Buch, nach dem wir dann spielen. Ja, im Drehbuch kann man eigentlich auch sagen. Auf das ich auch sehr gespannt bin, aus einem ganz bestimmten Grund. Weil, also erstmal, ich habe gelesen, Sandy Mölling von No Angels wird mitsehen, die ja auch schon Musical-Erfahrung hatte in Fulda. Und dann las ich meinen Namen. Ja, genau. Ich freue mich total, wir sind zusammen auf der Bühne. Was hat er denn für eine Rolle, der Scherer? Er spielt Heinz Schenk. Nein, und muss er, darf man das schon verraten? Ja, das darf man verraten. Aber muss er dann singen? Ja, er muss ein bisschen singen. Er muss dann... Ah! Ah, nein! Entschuldigung, aber singen geht. Tanzen wäre ein Problem. Ja, da kommen wir jetzt zur nächsten Sache. Nein, nein, keine Sorge. Heinz Schenk hat ja auch in seinen Sendungen immer gesungen. Aber es war so eine Art... Es war so eine Art Sprechgesang, Frau Mist. Weil es ist alles nur geliehen, hier auf dieser schönen Welt. Es gibt eine Stelle, wo er... Wir haben eine weibliche Hauptrolle, Ursula, die eigentlich KI ist. Ist eine KI. Sie ist eigentlich ein Android oder ein Roboter irgendwie, aber die immer menschlicher wird an meiner Seite und die auch am Ende hessisch redet. Also das ist ja das Ziel des KIs, irgendwann alle hessisch reden. Und mit der flirtest du. Ah, komm! Ja, und du singst ihr dann auch einen Song, den du noch... Oh Gott, ich bin gespannt. Also ist das eine völlig wilde Geschichte oder der allmächtige Handkäs? Der allmächtige Handkäs heißt das genau. Ja. Ja, es geht darum, dass der Handkäs quasi, dass die Energie auf der Welt von einem riesigen überdimensionalen Handkäs gespeist wird und der aber dann auf einmal nachlässt und dann kommt irgendwie Doc Bambel, den spiele ich, also in Anlehnung an Doc Brown und der rettet dann... Zurück in die Zukunft. Ja, zurück in die Zukunft. Der holt dann verschiedene große Hessen zusammen, damit die energetisch die Welt retten. Also jetzt mal sehr verkürzt gesagt. Ein ziemlich spektakulärer Nachtschirm. Ich bin auf jeden Fall sofort mit von der Partie. Die Sache ist halt, es klingt jetzt so, naja, machen wir ein bisschen Spaß, aber als ich gelesen habe, die Kölner sind... Die Kölner Symphoniker spielen da. Arlin Neander von den Rottgau's, dein alter Bandkumpel, ist quasi der musikalische Leiter von der Band und so, hat auch die Musik komponiert und so. Also das hängt schon hoch, das Ding. Ich habe ein bisschen Angst. Ich habe auch Angst. Weil ich vor allem, ich bin ja nur... Ich habe beim Buch mitgeschrieben und ich spiele halt diese Rolle, aber ich bin halt nicht... Ich habe für das Timing, ich habe keinerlei Verantwortung wie sonst und ich denke immer so, wir müssten doch längst schon eigentlich in tiefen Proben stecken. Aber nicht. Und wie geht das los? Es gibt ja zwei Mark. Zum ersten Tag. Genau. 11. und 12. Juni. Ja, ist aber, braucht er um Karten, glaube ich, das ist alles... 2 mal 7.500 Tickets weg. Könnt ihr das nicht streamen oder so? Da würden doch Leute Geld für Geld zahlen. Keine Ahnung. Da gab es Meldungen jetzt aus der Staatskanzlei, du machst jetzt Staatstheater. Staatstheater, das hast du jetzt geschafft. Ja, ob ich das geschafft, ob das jetzt erstrebenswert ist, war jetzt einmal dahingestellt. Aber ich bin auf jeden Fall auch gespannt, weil das halt eben die Jungs sind irgendwie cool. Ich habe dann immer gesagt, wollen wir mal anfangen zu proben? Ja, müssen wir mal gucken, weil die bereiten nämlich parallel noch eine Riesenpremiere von der Schimmelreiter vor. Mit demselben Ensemble. Das heißt, die Leute müssen dann von der einen Probe zur anderen und wir so, die wir dazu kommen. Also für die Schimmelreiter habe ich jetzt nicht auch noch Zeit, gell? Genau. Was ein Wahnsinn. Also ich kenne das auch so nicht und bin mal gespannt. Also noch haben wir drei Monate, nicht mal mehr ganz. Johannes, was hast du getan? Ja. Ich freue mich einerseits, ich freue mich auf die Rolle, ich freue mich auf das Buch, das mit Sicherheit genial wird und einfach als kleines Licht das alles mal in sich aufzusaugen. Weil sowas mit Orchester, das habe ich auch noch nie gemacht. Ich freue mich wahnsinnig, aber wie du sagst, ich habe auch Schiss. Ja, ja. Also es ist jetzt auch nicht, du musst jetzt auch keine Sorge haben. Du hast einen, einen… Wir sind fünf Minuten auf. Fünf Minuten oder so hast du jetzt irgendwie… Das Stück ist ja nur 40 Minuten. Ach so, das geht ja. Es gibt ja so ein Speed-Musical. Ja, ja. Okay. Genau. Henni, du machst Theater mit Adlerherzen. Du machst dieses Musical. Also es ist super viel los, gerade in deinem Leben. Aber logischerweise nicht nur die schönen Dinge ja zuletzt. Wir haben das alle mitbekommen. Wie geht es dir gerade? Also erstmal muss ich sagen, dass die Anteilnahme irre war. Also ich weiß nicht, wir haben an den ersten Tagen nach Gerds Tod haben wir, ich weiß nicht, 10.000 Nachrichten bekommen. Ich habe in… Krass. Also auf meinem Handy, mein Handy ist explodiert. Das war anstrengend und tröstend zugleich. Ich habe vorhin schon mal kurz erzählt, wir haben noch bis kurz vor Gerd dann irgendwie leider gehen musste, haben wir noch einen Podcast zusammen aufgenommen und reden über die komplette Historie von Badesalz. Bei dir daheim oder? Bei mir daheim in meinem Studio. Ich habe ja ein Studio unten, was wir in der Corona-Zeit eröffnet haben. Und das schneiden wir gerade. Und das ist nochmal eine komplette Zeitreise durch die ganze Badesalz-Geschichte, 44 Jahre. Ist natürlich eine Wahnsinns-Trecke. Es ist eine Mischung aus… Also er fehlt mir wahnsinnig, das wird auch nie weggehen. Also weil wir waren jeden Tag irgendwie in Kontakt und er ist einer meiner besten Freunde und dann noch mein Comedy-Partner. Aber was schön ist, das war auch, darüber haben wir viel gesprochen, der Gerd und ich, dass wir halt auch so viel erreicht haben. Also dass wir so viel hinter… Jetzt auch wie viele Leute jetzt auch gerade wieder sagen, sie haben den Sketch sich rausgesucht, das Zitat, den Spruch und so. Ja. Und diese Dankbarkeit für diese Zeit ist auch groß. Mir wäre nur lieber gewesen, wir hätten einfach aus beiden, aus freien Schlücken einmal gesagt, jetzt ist gut und wir wollten ja noch ein Programm machen und wir hatten auch eine echt gute Idee. Und das war dann, wo wir auch… Da waren wir dann beide auch sauer. Da hat Gerd gesagt, das ist eigentlich schon schade. Aber ja, es war irgendwie… Also klar, der private Schmerz, den kriege ich nicht weg. Aber ich habe mit Gerd so viele Gespräche geführt, als klar war, dass die Krankheit ihn auch nicht mehr loslässt. Und er hat dann auch zu mir gesagt, ich will auf jeden Fall, dass du unser Erbe da weiterträgst und weiterspielst, solange du fit bist. Und weil ich ja auch bei meinen Solosachen eigentlich schon immer über Badesalz auch rede. Also bei jedem Programm ist… Auch bei Adlerherzen ist Badesalz… Da gibt es einen Sketch, den wir zeigen mit Gerd. Es gibt, wir singen, wir spielen alles Gute in einer großen Version. Ja. Und das wollte Gerd auch. Also ich habe ihn auch gefragt, soll ich das rausnehmen? Sagt er, bist du verrückt? Sagt er, im Gegenteil, du lässt das jetzt erst recht drin irgendwie. Ja. Und so ist es gerade. Manchmal ist es ambivalent und mal ist der Schmerz größer, mal bin ich wieder dankbar für die gute Zeit. Und jetzt, wo ich das wieder… Ich habe gestern Superdonglong geguckt, irgendwie, weil wir das geschnitten haben. Das ist unser allererstes Programm gewesen. Ich habe das nie geguckt. Also ich gucke ja unseren eigenen Kram nicht. Und dachte auf einmal, wie geil das war. Wie lustig das war. Und die Leute abgegangen. Und das sind so auch dann schöne Momente, wo ich sage, ich bin auch stolz auf die Zeit. Ja. Wenn Leute, die einem so nahestehen, gehen müssen, gibt es immer… Da gibt es ja zwei Rezepte. Die einen sagen, du musst jetzt bis über die Halskrause in Arbeit stürzen, weil das ablenkt. Die anderen, du hast dich auch dafür entschieden. Du hast gesagt, ich mache jetzt echt mal ein paar Monate öffentlich groß auf Bühnen gar nichts. Du hättest dir jetzt also nicht vorstellen können, einfach das auszublenden, weil das kann auch heilsam. Ich habe es tatsächlich, ich habe beide Wege ausprobiert, weil ich kurz innerhalb von sechs Wochen kurz hintereinander meine Eltern verloren habe. Und was soll ich dir sagen? Es hat einmal funktioniert, weiterzuarbeiten. Und einmal komischerweise gar nicht. Ich kann mir jetzt auch nicht erklären, warum das einmal geklappt hat und einmal nicht. Also ich kann dir dazu was sagen. Als mein Vater gestorben ist, habe ich am nächsten Tag Dreharbeiten gehabt. Und dann habe ich auch erst überlegt, ich mache das nicht. Dann habe ich mich hingesetzt und sagte, also wenn ich die Augen zuhör, höre ich meinen Vater, wie er sagt, spinnst du, du machst das auf jeden Fall. Dann habe ich das gemacht und habe auch sogar lustige Sachen gedreht, die auch gut geworden sind. Und das ging. Das geht aber im Kontext mit Gerd nicht. Weil Gerd und ich, die Comedy-Denkweise viel zu präsent ist. Und auf der Bühne auf einmal über Badesalz zu reden oder Sachen zu machen, die es nach Badesalz anfühlen, ein paar Tage nach, das geht auf keinen Fall. Weil es ja dann auch keine Ablenkung ist, sondern dann holt es sich ja genau als Doppelt wieder ein. Ich glaube auch, dass die Leute, die Reaktionen waren eindeutig. Alle haben gesagt, verstehe ich. Wir haben die Karten behalten. Ich spiele zum Beispiel mit meinem Eintragsbuch in Rödermark, lese ich. Und da haben 20 Leute ihre Karten zurückgegeben, weil der neue Termin nicht passt. Aber dann haben 50 neue Leute zurückgegeben. Und dann haben 50 neue Leute Karten gekauft und so. Und wenn du jetzt aber, wie in deinem Eintragsstück, wenn da Gerd zu sehen ist oder du erarbeitet die Badesalz-Geschichte gerade noch mal auf als Podcast. Und du hörst die Stimme und so. Fasst dich das dann nicht wahnsinnig an jedes Mal? Also ich muss, wie soll ich das erklären? Der Gerd und ich hatten ja 44 Jahre lang eine unfassbar intensive Freundschaft. Also wirklich eine dicke Kumpelfreundschaft. Und halt eben auch eine wahnsinnig euphorische Arbeit. Also das war ja immer. Ja. Und wir haben auch manchmal 8, 9 Stunden am Stück einfach gearbeitet. Ohne Pause. Krass. Wir haben gar nicht gemerkt, da sind andere Leute dran verzweifelt, wenn die dazu kamen. Und das ist natürlich so, dass wir uns auch irgendwie seit, wie soll ich sagen, gegenseitig so aufgeladen haben. Und der Gerd in meinem Haus hängen Badesalz-Plakate, da hängen Fotos. Da ist das Studio. Jetzt höre ich den Podcast mit ihm. Der ist ja immer irgendwie da. Also der ist für mich gar nicht ganz weg. Also ich weiß, dass er nicht mehr lebt. Aber ich weiß auch, dass irgendwie auch der Geist von ihm so da ist. Und deswegen macht mich, also ich habe das gestern mit Freude gemacht, diesen Podcast geschnitten. Und bin nicht jetzt, ich hatte Respekt, als ich ins Studio bin. Ich wusste nicht genau, wie wird das. Weil man sich ja selbst nicht immer einschätzen kann. Ja klar. Aber ihr wart ja schon auch Ying und Yang ein bisschen. Also ihr wart auch sehr unterschiedlich. Ja, teilweise unterschiedlich. Teilweise in euren Charakter. Ja, aber das war. Fehlt dir das dann, also wo fehlt er dir am meisten? Ja, sagen wir mal, ich glaube, also sagen wir mal, das Positive war natürlich, dass wir einen sehr ähnlichen Humor hatten. Was so bestimmte Sachen da auch erzählen. Und das siehst du auch jetzt bei den Stücken und bei dem, was wir da gemacht haben. In dem Podcast siehst du das, hörst das ganz viel. Und das fehlt mir halt manchmal. Also so dieser, auch manchmal auch bei Sachen, die ich alleine gemacht habe, habe ich ihm auch immer meine Texte geschickt. Sag, guck doch mal drüber. Und da kam manchmal wenig, aber das war dann das beste Zeichen. Aber manchmal kam auch, sagst du, mach doch noch da was und da was. Und dann war das super. Und dann, mir fehlt das Gequatsche. Mir fehlen die Nachrichten jeden Tag. Der hat mir auch so viel absurdes Zeug per Handy geschickt. Und dann haben wir irgendwelche Filmchen und irgendwelche Fotos abfotografiert. Irgendwie mit irgendwelchen Kommentaren. Weiß nicht mehr, was der neueste Song von den Amigos gerade ist. Genau. Unsere gemeinsame. Das ist jetzt zum Beispiel leider jetzt weg. Weil wir wollten ja immer, wir haben ja die Amigos ein Leben lang aufgefordert, mit uns was zusammen zu machen. Und die beiden feigen Säcke haben sich ja nie getraut irgendwie. Und wir wollten mit denen die älteste Boygroup der Welt werden. Und wir wollten Quit Playing Games With My Heart mit so einem leicht hessischen Akzent singen. Aber das ist uns leider verwehrt geblieben, weil die nicht eingestiegen sind. Aber das ist ihre Schuld. Ja, hätte ich mir gerne das Video angeguckt. Der Videoclip war ja damals, wie die so im Regen mit so offenen Händen getanzt haben. Genau. Und komplett nass waren. Das hätte ich mir gerne angeschaut. Das hätten wir auch irgendwo in der Wetterau. Sie ist vor mir. Ja, aber das ist, wer nicht will, der hat schon. Und das ist leider, jetzt kann ich sagen, Amigos, wir können euch nicht mehr fragen. Aber diese Chance habt ihr wirklich vergeben. Aber weißt du, es gibt doch nichts schöneres, als solche Erinnerungen an jemanden zu haben. Ja. Und das ist ja so, wie viele Hörer sich, wir haben auch die ganzen alten, wo man schon gar nicht mehr wusste, dass ihr das mal gemacht habt, die ganzen Sketche und so ja dann auch gespielt hier im Radio. Und wie viel Feedback da kam und wie viele Menschen sich einfach mit einem Lächeln an ihn erinnern. Da hast du doch alles richtig gemacht. Ja, also. Das ist ja bei den Kommentaren auch jetzt als Beispiel Facebook. Ich weiß, dass das ein älteres Medium ist. Es sei ja auch älter. Aber wir sind ja auch älter. Und wir haben es ja auch überall gepostet und so. Und da waren halt die Kommentare auch alle immer so. Ich kann es nicht glauben. Aber und dann aber was mir gerade einfällt. Also diese Ambivalenz zwischen Traurigkeit und aber auch der der die Sketche, die dann irgendwie dann doch gleich wieder zitiert werden. Also ich denke auch, dass wir viel also mit Basel haben wir wenig verkehrt und viel richtig gemacht. Das kann ich jetzt mal nach 44 Jahren sagen. Und das ist auch ein schönes Gefühl. Wir halten fest. Badesalz wird es nicht mehr geben. Henny Nachtheim gibt es weiter und er hat jede Menge vor. Nicht vergessen das Theaterstück Die Adlerherzen auf Tournee zurzeit. Jetzt mit freien Tickets. Das ist so wichtig. Ich darf das noch mal sagen, dass die Tickets jetzt überall sind, weil es haben sich so viele Leute wirklich beschwert, die nicht so in der Eintracht Bubble direkt drinnen sind. Dass das nur darüber ging. Und die haben gesagt, ich muss mich da anmelden schon wieder. Ich habe keinen Bock drauf. Und jetzt kann man einfach überall kaufen. Wir verlinken das auch hier. Genau. Und das ist so. Da freue ich mich echt drüber, dass jetzt noch mal, dass jetzt noch mal andere Leute auch eben, die nicht in der Eintracht Bubble so stark drin sind, kommen können. Dann freuen wir uns auf das Musical beim Hessentag. Ja, Johannes. Da fahren wir am besten zusammen hin. Richtig. Da fahren wir, bilden wir eine Fahrgemeinschaft. Ja, das hätte Heinz Schenk auch gefallen, glaube ich. Auf jeden Fall. Und ja, und wir freuen uns auf alles Weitere, was noch von dir kommt. Vielen herzlichen Dank. Vielen Dank für die Einladung. Super nett. Schön, dass du da warst. Dankeschön.