FFH stellt Echte Macher vor - Die Bad Hersfelder Festspiele
Wir haben so viele tolle Unternehmen – und Unternehmungen – in Hessen. Einige davon stellen wir euch mal genauer vor. Was machen die? Wie machen sie es? Wo gibt’s eventuell noch Jobs? Und was muss ich dafür mitbringen?
Diese Woche schauen wir uns mal Echte Macher in Sachen Theater an: Die Bad Hersfelder Festspiele, die in diesem Jahr schon ihren 75. Geburtstag feiern.
Mit Intendantin Elke Hesse und Oberspielleiter Michael Schachermaier haben wir darüber gesprochen, was die Jubiläumsspielzeit und das Team der Bad Hersfelder Festspiele so besonders machen.
Die Bad Hersfelder Festspiele
Die Bad Hersfelder Festspiele starten diese Woche in ihre 75. Spielzeit – mit einem Neuanfang, aber viel Erfahrung: Elke Hesse übernimmt 20 Jahre nach ihrer ersten Intendanz erneut die Leitung des Theaterfestivals. An ihrer Seite steht Michael Schachermeier als stellvertretender Intendant und Oberspielleiter, der damals als Regieassistent unter Hesse seine ersten Schritte in Bad Hersfeld gemacht hat. Auch das übrige Team besteht aus einem Mix junger Talente und eingefleischter Kräfte - ein bewusster Mix aus Kontinuität und frischem Wind.
Eine Bühne, ganz viel Atmosphäre
Die Stiftsruine in Bad Hersfeld ist keine gewöhnliche Spielstätte. Rund 1.800 Quadratmeter Bühne, bis zu 1.300 Zuschauende pro Abend - und ein Dach über dem Zuschauerraum. Das Resultat: In 75 Jahren musste nur eine einzige Vorstellung wegen Regen abgesagt werden. Während das Publikum höchstens nasse Augen bekommt, stehen die Schauspielerinnen und Schauspieler auch bei schlechtem Wetter im Freien.
Das Programm 2026: Von Parzival bis Pippi Langstrumpf
Begonnen hatte das Festival einst mit klassischen Stücken, bei denen wegen des sakralen Umfelds weder gelacht noch applaudiert werden durfte. Heute ist das Programm deutlich breiter aufgestellt. Auf der großen Bühne stehen in dieser Saison vier Produktionen: Den Auftakt macht am 26. Juni die Eröffnungspremiere mit „Parzival“ nach Wolfram von Eschenbach. Dazu kommt das Musical „Something Rotten“ in seiner deutschsprachigen Erstaufführung sowie „Lysistrata“ nach Aristophanes in einer Neubearbeitung von Amanda Lasker Berlin - ebenfalls eine Uraufführung. Für Familien gibt es „Pippi Langstrumpf“ auf der großen Bühne. Im Schloss Eichhof laufen außerdem zwei weitere Produktionen: das Krimi-Gastspiel „Achtsam Morden“ und Molières „Die Schule der Frauen“ - auf Hessisch!
Bürgerchor, Beatboxing und Starbesuch: Das Rahmenprogramm
Neben den Hauptproduktionen gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Nikolaus Ofczarek ist mit einer Bühnenversion von Thomas Bernhards „Holzfällen“ zu Gast. Meret Becker präsentiert ein Chanson-Programm, Gayle Tufts wird auftreten und Max Mutzke gibt ein Konzert. Für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren gibt es außerdem einen kostenlosen, ganztägigen Beatboxing-Workshop - inklusive Auftritt beim Abendkonzert. Und dann ist da noch der HERZfeldchor: 100 Bürgerinnen und Bürger, die sich im Rahmen des Bürgerprojekts „HERZfeld Wir 26" zusammengefunden haben und bei der Eröffnung auf der Bühne stehen werden. Dazu kommen zahlreiche weitere Angebote für musisch und künstlerisch Begeisterte Hersfelder rund um die Festspiele. Die „großen“ Aufführungen gibt es vom 26. Juni bis zum 16. August.