Echte Macher: - Cafe Ernst
Wir haben so viele tolle Unternehmen in Hessen. Einige davon stellen wir euch mal genauer vor. Was machen die? Wie machen sie es? Wo gibt’s eventuell noch Jobs? Und was muss ich dafür mitbringen?
Diese Woche schauen wir uns mal Echte Macher in Sachen Brot, Brötchen, Kuchen und Kaffee an – das Team von Cafe Ernst mit 25 Filialen überall im Rhein-Main-Gebiet.
Mit Geschäftsführer Andreas Schmitt, Verkaufsleiterin Claudia Großmann, Personalleiterin Nicole Pytiak, Nadine Krüger, Marketing & Kommunikation und Manuel Fischer, stellvertretender Filialleiter, haben wir darüber gesprochen, was Cafe Ernst und sein Team zu Echten Machern macht.
Das ist Cafe Ernst
Cafe Ernst – das ist eine Bäckereikette mit inzwischen 25 Filialen in der Rhein-Main-Region. Die meisten Filialen sind dabei allein in den letzten 15 Jahren eröffnet worden – die jüngste in Babenhausen. Im Größenvergleich zur regionalen Konkurrenz sieht sich das Unternehmen im Mittelfeld. Ziel ist nicht die reine, räumliche Expansion, Wachstum soll vor allem über bessere Produkte und mehr Service an bestehenden Standorten entstehen.
Handwerk trotz wachsendem Betrieb
Trotz seiner Größe legt Cafe Ernst Wert auf handwerkliche Fertigung. Füllungen werden von Hand appliziert, Teiglinge einzeln geformt. Auch die bekannten Kreppel entstehen nach traditioneller Methode statt maschinell. Neue Produktideen entstehen im Austausch zwischen Geschäftsführung, Mitarbeitenden und Kundenwünschen. Anschließend werden sie in der Praxis erprobt.
Regionale Partnerschaften als Grundprinzip
Bei den Zutaten setzt Cafe Ernst auf langjährige, regionale Partnerschaften. Das Mehl bezieht das Unternehmen seit rund 20 Jahren von der Schlossmühle in Ober-Ramstadt. Diese wiederum arbeitet mit regionalen Landwirten zusammen. Seit etwa einem Jahr besteht zudem eine Kooperation mit der Kaffeerösterei Kaffee Braun. Geografische Nähe ist dabei nicht der zentrale Faktor: Ein regelmäßiger Austausch mit den Lieferanten soll gleichbleibende Qualität und verlässliche Liefermengen sichern.
Umgang mit Resten und Verpackung
Ein wichtiges Anliegen ist der Kette die Nachhaltigkeit. Hier setzt das Unternehmen an mehreren Stellen an. Übrig gebliebene Backwaren verkauft Cafe Ernst über einen Vortagsladen in Neu-Isenburg sowie über die App „Too Good To Go“. Ein Teil der hellen Brötchen wird zu Paniermehl weiterverarbeitet. Weitere Reste gehen an soziale Einrichtungen wie die Speisekammer in Neu-Isenburg. Grundsätzlich wird möglichst wenig verpackt. Seit einigen Jahren kommt zudem eine beschichtete Papier-Brottüte zum Einsatz. Sie verzichtet auf Kunststoff und sorgt gleichzeitig für längere Frische.
Fachkräftemangel als zentrale Herausforderung
Der Personalbereich kämpft aktuell mit einem Mangel an ausgebildeten Bäckerinnen und Bäckern. Auch Verkaufspersonal, das langfristig bleibt, ist schwer zu finden. Ältere Fachkräfte gehen außerdem zunehmend in Rente. Als Reaktion darauf holt Cafe Ernst aktuell Auszubildende aus Vietnam nach Deutschland. Momentan befinden sich fünf junge Frauen in der Ausbildung und werden im kommenden Jahr ihre Abschlussprüfung ablegen. Neben der Berufsschule erhalten sie zusätzliche Deutschkurse.
Mehr auf cafe-ernst.de und der Podcast-Tipp: Der Brottalk mit Andreas Schmitt