Vermisste Rahel Müller tot aufgefunden - Verdächtiger in U-Haft
Tatverdächtiger in U-Haft - Vermisste Rahel Müller tot aufgefunden
Ermittlungserfolg im Fall der vermissten Rahel Müller aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Die Polizei hat die Leiche der 34-Jährigen gefunden und einen 35-jährigen Mann aus dem Landkreis Limburg-Weilburg festgenommen. Sie geht von einem Tötungsdelikt aus und ermittelt wegen Mordes.
Gegen den 35-Jährigen sei Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angeordnet worden, sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Nach der Frau aus Montabaur in Rheinland-Pfalz war zuvor mehrfach intensiv an und in dem Fluss Lahn zwischen Villmar und Runkel gesucht worden. Den entscheidenden Durchbruch habe ein Hinweis zu einem sporadischen Aufenthaltsort des Verdächtigen in Limburg gebracht, sagte Mies. Das Motiv für die Tat sei bislang nicht bekannt. Man habe die Vermisste am Montag in der Wohnung des Verdächtigen gefunden. Der Mann schweigt bislang.
Leiche der Gesuchten lag in einer Tasche
Laut Oberstaatsanwalt Dominik Mies soll Rahel Müller vor ihrem Verschwinden an Heiligabend 2022 ein Betäubungsmittel verabreicht worden sein. Dabei habe der Tatverdächtige bewusst in Kauf genommen, dass die Frau dann nicht mehr handlungsfähig sein würde. Danach habe er sie in einer Tasche an die Lahn gebracht und dort abgelegt. "Wir wissen nicht, ob Rahel Müller, erst an der Lahn gestorben ist, in dieser Tasche," so Dominik Mies.
Verdächtiger erfuhr von Suche an der Lahn
Als der Verdächtige im Sommer von den zunächst erfolglosen Suchmaßnahmen der Polizei an der Lahn erfuhr, habe er die Tasche mit der toten Rahel Müller in seine Wohnung getragen. Vor einer Woche suchte die Polizei dann erneut einen Uferbereich an der Lahn ab. Diesmal schlugen unabhängig voneinander zwei Spürhunde an. Die Polizei war sich sicher: Hier musste die Vermisst gelegen haben. Daraufhin erfolgte am Montag der Fund der Leiche in der nahegelegenen Wohnung des später Festgenommenen. Er sei ein Bekannter der Frau, so die Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen gab sie hierzu nicht.
Froh, dass die Familie nun Klarheit hat
Oberstaatsanwalt Dominik Mies: "Wir sind froh, dass wir drangeblieben sind. Es ist sehr wichtig für die Familie, dass sie jetzt Klarheit hat. Vielen Dank an alle Menschen, die uns Hinweise geben konnten."
Rahel Müller verschwand an Heiligabend aus Montabaur
Rahel Müller aus Montabaur war an Heiligabend 2022 verschwunden. Wenige Tage später meldete ihr ehemaliger Mitbewohner sie als vermisst. Im Juli 2023 starteten Polizei und Staatsanwaltschaft dann umfangreiche Suchmaßnahmen an und in der Lahn zwischen Runkel und Villmar, sie fanden aber nichts.
Im nächsten Schritt stellte Oberstaatsanwalt Dominik Mies den Fall der vermissten Frau aus Montabaur bei Aktenzeichen XY vor. Im Rahmen dessen gab es weitere Hinweise, zum Beispiel den eines Anglers. Er berichtete, dass sich im Januar im Bereich einer Lahninsel rote Haare an seiner Angel verfangen hätten. Die vermisste 34-Jährige hatte auffallend rote Haare.
34-Jährige bewegte sich im Umfeld eines Drogenmilieus
Rahel Müller bewegte sich im Umfeld eines Drogenmilieus, sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies: "In dem Milieu der Vermissten spielten sicherlich Drogen eine Rolle." Dabei betonte der Oberstaatsanwalt, dass die Polizei alles daran setzen werde, alle Vermisstenfälle aufzuklären - auch bei Menschen, die eher am Rande unserer Gesellschaft lebten. Dies ist nun möglicherweise gelungen. Aus dem Vermisstenfall scheint dabei ein Tötungsdelikt geworden zu sein.