"Ein Zeichen der Versöhnung" - Hilfsgüter aus Gießen und Israel für Gaza
Hilfe für Menschen im Gazastreifen: Die Gießener Hilfsorganisation Gain sendet einen Hilfskonvoi in die am schwersten betroffenen Gebiete.
Rund zwei Millionen Menschen im Gazastreifen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen, fast die gesamte Bevölkerung.
Zu wenig Grundnahrungsmittel
Die Gießener Organisation Gain (Global Aid Network) liefert mit mehreren großen LKW Hilfsgüter des täglichen Bedarfs, darunter Babynahrung, Milchpulverprodukte sowie Gemüse, Obst, Milch, Mehl und Zucker. Dazu kommen unter anderem Hygieneartikel und Matratzen. In rund zwei Wochen soll der Hilfstransport ankommen.
Der Weg der Hilfsgüter
Die Fahrt der Hilfsgüter beginnt in Gießen, wo die LKWs beladen werden. Der Weg führt über Italien nach Israel und schließlich an die Grenze zu Gaza. Dort werden die Güter auf palästinensische LKWs umgeladen, um sie in das zentrale Lager in Khan Younes zu transportieren. Ehrenamtliche Mitarbeiter von Gain sorgen vor Ort dafür, dass die Hilfsgüter schnell und effizient in die örtlichen Flüchtlingslager verteilt werden.
“Ein Zeichen der Versöhnung”
Bemerkenswert ist die Herkunft der Hilfsgüter: Sie stammen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Israel. Dort gebe es Menschen, die Geld oder Produkte spenden. “Ich finde das so ein wichtiges Zeichen der Versöhnung, dass Hilfe aus Israel in den Gaza geht", erklärt Gain-Geschäftsführer Raphael Funck im FFH-Interview. ”Das zeigt eben auch, dass es viele Menschen eben auch in Israel gibt, die sich Frieden wünschen und die sich eine friedliche Koexistenz mit den Menschen in Gaza wünschen und ihren Teil dazu beitragen.
Bereits mehrere Hilfstransporte
Trotz vorläufiger Fortschritte bleibt die Situation angespannt, weil die Umsetzung des Friedensplans stockt. Gain will mit mehr Hilfstransporten Hoffnung und Stabilität in die Region bringen.
Gain hat in den vergangenen Jahren auch den Opfern des Massakers im israelischen Kibbuz geholfen, genauso wie der Bevölkerung im Gaza. In den vergangenen vier Wochen habe man rund 2,5 Tonnen Waren nach Gaza transportiert. Das seien etwa 84 LKW-Ladungen.
Wie man helfen kann
Gain ruft Firmen und auch alle anderen Menschen zu Spenden auf und weist darauf hin, dass vor allem neuwertige Waren wie Lebensmittel und Kleidung benötigt werden. “Wir wollen gerne noch viele weitere Transporte schicken, aber wir können das nur so lange tun, wie wir Spendengelder zur Verfügung haben. Jeder Euro, der uns zur Verfügung gestellt wird, ermöglicht vielleicht einen weiteren Transport mit lebensnotwendigen Hilfsgütern für die Menschen in Gaza.”, so Funck.
Mehr Infos zu den Hilfskonvois von Gain und wie man Spenden kann, gibt es hier.