Prozess gegen drei Angeklagte - Steine und Leitpfosten auf A49 geworfen
Ihre Tat hatte für Aufsehen und Entsetzen gesorgt. Jetzt stehen drei mutmaßliche Steinewerfer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Marburg.
Auf FFH-Anfrage teilte das Marburger Landgericht mit, dass der Prozessauftakt voraussichtlich öffentlich sei.
Gezielt und Heimtückisch
Am Mittwoch, 14. Januar beginnt der Prozess gegen die drei Jugendliche und junge Erwachsene (zur Tatzeit 15 bis 18 Jahre). Sie sollen viermal Steine, Flaschen und ausgerissene Leitpfosten von einer Brücke auf die A49 bei Stadtallendorf geworfen haben. Die Würfe seien laut Anklage gezielt und heimtückisch gewesen.
Tödliche Verletzungen in Kauf genommen
Die Staatsanwaltschaft Marburg wirft den Angeklagten vor, sie hätten die Steine und Leitpfosten gezielt auf Windschutzscheiben vorbeifahrender Autos geworfen. Damit hätten sie tödliche Verletzungen bewusst in Kauf genommen.
Leitpfosten knallt in Windschutzscheibe
Die Taten geschahen Anfang Mai 2025. Verletzt wurde niemand, einmal prallte ein ausgerissener Leitpfosten aber mitten in die Windschutzscheibe eines Transporter und brachte die Scheibe zum Bersten. Betroffene Autofahrer oder Lastwagenfahrer sahen vor den Einschlägen einen Lichtschein auf der Brücke bei Erksdorf. Dann trafen die Gegenstände Motorhauben und Scheiben.
Alle Taten nach 22 Uhr
Neben dem Vorwurf des versuchten Morden werden einzelne Angeklagte auch der Sachbeschädigung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr mitangeklagt. Die drei Angeklagten aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sitzen seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. Alle Taten ereigneten sich laut Staatsanwaltschaft nach 22 Uhr. Zunächst hatte die Polizei gegen weitere Personen ermittelt.