Pharmaunternehmen plant Abbau - 350 Stellen in Marburg auf der Kippe
Der Pharma-Standort Marburg gerät weiter unter Druck. Offensichtlich will auch CSL Behring nun Stellen abbauen.
Auf FFH-Anfrage bestätigt Behring aber lediglich eine strategische Neuausrichtung im Konzern und bittet um Geduld. Auch andere Pharma-Firmen bauen in Marburg derzeit Stellen ab, wie FFH berichtete.
Bis zu 350 Arbeitsplätze auf der Kippe
Nächste Woche soll es eine Betriebsversammlung geben. Anne Weinschenk von IGBCE-Mittelhessen sagt im FFH-Interview: “Wir stehen noch ganz am Anfang.” Möglicherweise stünden 10-15 Prozent der Arbeitsplätze in Marburg bei CSL Behring auf der Kippe, also bis zu 350 aus allen Arbeitsbereichen.
"Standort ist profitabel"
“Ich habe dafür keine Verständnis,” so die Gewerkschafterin, denn der Standort sei profitabel und stelle seltene und dringend benötigte Medikamente her. Sie sieht den Pharma-Standort Marburg massiv unter Druck. “Es ist nicht anständig, den Kolleginnen und Kollegen einfach so vor den Latz zu knallen, dass man mal Stellen abbaue, weil es die Konzernspitze wolle.” Auch in Marburg sei es längst nicht mehr so, dass Arbeitnehmer in Pharma-Firmen hier von der Ausbildung bis zur Rente Beschäftigung finden würden.
Forschungscampus schon in Auflösung
In Auflösung befindet sich bereits CSL Innovation, also der Forschungscampus. 500 Arbeitsplätze gehen hier verloren. Betriebsrat Sascha Ludwig erzählt im FFH-Gespräche, das viele Kollegen auch im Rhein-Main-Gebiet nun auf Jobsuche seien. Der Standort Marburg biete nicht ausreichend Arbeitsmöglichkeiten für die zum Teil hochqualifizierten Fachkräfte. Auch die Pharma-Firmen Biontech und Nexelis bauen derzeit Pharma-Arbeitsplätze in Marburg ab.
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