Baugenehmigung ist da - Startschuss für Hallenbad in Nidda
Nach über einem Jahrzehnt Stillstand kommt Bewegung in die Sache: Der Wetteraukreis hat die Baugenehmigung für das neue Hallenbad in Nidda erteilt. Damit können die Bagger für das Millionen-Projekt bald anrollen.
Die Genehmigung übergab Landrat Jan Weckler jetzt an Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard. Für die Stadt endet damit eine lange Durststrecke, denn das alte Stadtbad ist bereits seit mehr als zehn Jahren geschlossen. Der Bedarf bei Schulen und Vereinen blieb in dieser Zeit jedoch unverändert hoch, heißt es in einer Pressemitteilung.
Schwimmen lernen im Fokus
Das neue Bad soll vor allem ein Problem lösen: Immer weniger Kinder lernen richtig schwimmen. Der Neubau ist laut Weckler ein wichtiger Schritt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Zudem sollen Vereine ihre Mitglieder künftig wieder das ganze Jahr über trainieren können.
Holz und Solarenergie
Beim Bau setzt die Stadt den Angaben zufolge auf Nachhaltigkeit. Geplant ist der großflächige Einsatz von Holz, etwa beim Dachtragewerk und als Sonnenschutz an der Fassade. Auf dem begrünten Flachdach soll eine Photovoltaikanlage für Strom sorgen. Im Inneren entstehen ein 25-Meter-Becken aus langlebigem Edelstahl mit fünf Bahnen sowie ein separates Kinderbecken.
Neuer Standort
Das Gebäude wird nicht exakt an der Stelle des alten Bades errichtet, sondern leicht nach Nordwesten versetzt. Es wird damit Teil der neu geplanten Sport- und Freizeitanlage an der Gymnasiumstraße. Synergieeffekte sind eingeplant: Foyer und Umkleiden des Hallenbads sollen künftig auch von den Gästen des angrenzenden Freibads genutzt werden.
Kosten in Millionenhöhe
Rund 21,7 Millionen Euro werden für das Projekt aktuell veranschlagt. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben mit einer Million Euro. Da die offizielle Genehmigung nun vorliegt, geht es als Nächstes an den Rückbau: Demnächst sollen die Abrissarbeiten am alten Stadtbad beginnen.