Die Unikliniken Gießen und Marburg versuchen frischgebackene Eltern beim Übergang in den Alltag zu unterstützen.
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Geburtsstation Uniklinik Marburg: Das Baby ist da, es wird gekuschelt und geliebt - aber was muss alles erledigt und gelernt werden.
NeLoDi heißt der neue Lotsendienst an der Uniklinik Marburg, der Mama, Papa und Kind in den ersten Tagen und beim Übergang in den Alltag unterstützen soll. Hier mehr Infos zu NeLoDi.
“Ein Ohr leihen”
Lotsin Monika Ellenberger sagt beim FFH-Besuch auf der Geburtsstation: "Manchmal sind es kleine Dinge, wie das Ausfüllen der Geburtsanmeldung, manchmal suchen wir gemeinsam einen Kinderarzt für später, manchmal haben wir einfach ein Ohr für die Sorgen und Freuden, die mit der Geburt auf die Eltern zukommen. Hier mehr Infos über Frühe Hilfen in Marburg.
Also es ist letztendlich, dass bei jeder Familie irgendwie so Kleinigkeiten sind. Ich habe zum Beispiel einmal auch einen Namen mitgeholfen zu bestimmen, indem ich so losgezogen habe, weil einfach die Familie sich nicht einigen konnte. Aber wir hatten zum Beispiel auch eine Familie, wo wir einfach Kindersitze dann gesucht haben, damit die Familie nach Hause fahren kann, weil sie das irgendwie vergessen hatten in ihrer Planung. Irgendwie alles dabei und jeder Tag ist neu.
Das Projekt will junge Familien bereits in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt erreichen. So sollen Eltern und Familien mit Neugeborenen genau die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Partner sind der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg, das UKGM und das hessische Familienministerium.
Hilfe für belastete Familien
Vor allem Familien mit besonderen sozialen oder finanziellen Belastungen können profitieren. Dr. Siegmund Köhler, der die Geburtshilfe leitet, weiß, dass die Lotsinnen die Krankenschwestern und Ärzte sehr entlasten.
Geburtsarzt Dr. Siegmund Köhler über den Lotsinnendienst
Als ich vor Jahren hier angefangen habe in der Geburtshilfe, das Erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass wir zwar im medizinischen Sektor wahnsinnig gut aufgestellt sind, aber den Eltern, den werdenden Müttern, überhaupt nicht helfen können, den Sprung in den Alltag zu organisieren. Die ganzen Probleme, die man dann schon in der kurzen Zeit, wo die Patienten hier auf Station sind, sieht. Und jetzt haben wir die Möglichkeit, durch unsere Nelodys diese Brücke in den Alltag für die Eltern begehbar zu machen und das ist eine wahnsinnige Entlastung für uns Ärzte.
Im Alltag besuchen die Lotsinnen Monika Ellenberger und Claudia Plociennik die Mütter auf der Geburtsstation und schauen einfach, welche Hilfen notwendig sind. Oft gibt es zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen sprachliche oder kulturellen Barrieren.
Zunächst Modellversuch
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um dessen Erfolg und Wirksamkeit zu evaluieren und gegebenenfalls zu verbessern. Das UKGM übernimmt sowohl die Koordination als auch die wissenschaftliche Evaluation. Im Jahr 2025 wurden dort 2.038 Kinder bei 1.994 Geburten zur Welt gebracht, was die Notwendigkeit solch eines Dienstes unterstreicht.
Lotsin Claudia Plociennik nimmt FFH-Reporterin Anne Schmidt mit zu Fatma und ihrer Tochter Alara. Der Papa ist auch da.
Guten Morgen, ich bin nochmal da vom Neugeborenen-Lotsendienst und ich wollte einfach nochmal nachfragen. Sehr gut. Ja? Ja. Großes Baby, 4 Kilo, 450 Gramm. Wie alt ist die, Lara? Heute sechs Tage, ja. Oh, sie ist sehr süß. Ja, sehr gut, sehr freundlich, sehr lieblich. Ist das eine Hilfe für Sie? Ja, haben gestern zu viel geholfen. Ich danke, zusammen E-Mail geschrieben auch gestern. Und jetzt wird noch eine Hebamme gesucht. Genau, also es ist gerade etwas schwierig, wo die Osterferien, gestern konnten wir aber schon ganz viel anderes sortieren, die Geburtsurkunde schon soweit beantragen. Und jetzt ein kleiner Fahrplan gibt und Sie den so toll auch erfüllen. Gut vorbereitet, wenn ihr drei jetzt nach Hause geht? Ja, natürlich. Was hat er gemacht? Wohnung geputzt. Alles gemacht. Hat Gewäsche gewäscht. Wie eine Frau macht. Da bleiben sich schön Beine. Natürlich. Ich bin damit immer. Auch nicht ja. Genau, ich bin dabei gewesen. Und confused. Ich bin oft darauf interessiert gemacht wie SieVEN die Marine geliegen zurück. Und ich glaube ichел, da wird immer DER Teil, Menge zu---- Das könnten jetzt auch waren, hie ein paar investigationen weiter-. Fünfctoryna coc Graworkers Department.
Mama Fatma mit ihrer Tochter Alara. Sie freut sich über die Unterstützung und konnte gemeinsam mit ihrem Partner und den Lotsinnen vieles erledigen, bevor die junge Familie ihren Alltag zuhause beginnt.