Nachrichten > Mittelhessen, Top-Meldungen >

Wie neue KI-Tools Hessens Finanzämtern helfen sollen

Mehr Durchblick bei Datenflut - Wie KI Hessens Finanzämtern helfen soll

Lennart Wehrum

Redaktion
Lennart Wehrum

© HIT RADIO FFH

Die KI kann die Finanzämter künftig bei zahlreichen Aufgaben unterstützen

Bei der Steuerfahndung und der Bearbeitung von Steuererklärungen soll Hessens Finanzämtern jetzt KI helfen. MAXi und KIBUS, so heißen die neuen Assistenten, die am Dienstag in Gießen von Finanzminister Alexander lorz vorgestellt wurden. In Hessen entwickelt sollen sie bald Finanzämtern in ganz Deutschalnd die Arbeit erleichtern.  

Das Ziel, das wir damit verfolgen ist gnaz klar Steuergerechtigkeit, sagt Lorz im Gespräch mit HIT RADIO FFH. Die Menschen sollen das Gefühl haben: Es geht fair zu sowhl im Alltag bei der Überprüfung von Steuererklärung, als auch beim Kampf gegen organisierte Kriminaltiät.

Gesetzbücher wälzen war gestern 

MAXi ist der neue KI-Assistent der hessischen Steuerverwaltung - und der hat es in sich. Das Tool kennt alle Steuergesetze sowie weitere Handbücher und Vorgaben. Wer früher mühsam in Paragrafen geblättert hat, kann heute einfach den KI-Chat fragen. Jens Jordan, Leiter des Gießener Finanzamts erklärt, MAXi übernehme die Vorarbeit in vielen Bereichen: Recherche, Vorentwürfe für Bescheide und Briefe, sogar Übersetzungen aus über 100 Sprachen.

Hier kann MAXi unterstützen

Jordan nennt ein konkretes Beispiel: Ein Pensionär will Kosten für sein Arbeitszimmer absetzen. MAXi prüft die Gesetzeslage, schlägt eine Antwort vor - und der Mitarbeiter entscheidet am Ende selbst. Amtsleiter Jens Jordan betont: “Die Entscheidung bleibt immer beim Menschen.” Für Berufseinsteiger im Finanzamt sei MAXi ein echter Gewinn. Aber auch Erfahrene profitieren. Jordans Hoffnung: „Vielleicht können wir damit sogar die Verständlichkeit der Behördenschreiben verbessern."

Lorz: "Wir garantieren damit Steuergerechtigkeit"

Finanzminister Alexander Lorz erklärt am FFH-Mikro, welchen Nutzen die konsequente Aufdeckung von Steuerbetrug hat.

Lorz über die zunehmenden Datenmengen bei Betrugsfällen

"Kriminelle nutzen schon solche Werkzeuge wie KI. Deshalb müssen wir sie auch nutzen", sagt der Finanzminister

© HIT RADIO FFH

Schneller Durchblick bei der Steuerfahndung

MAXi läuft seit September letzten Jahres - zunächst im Pilotbetrieb, seit dem Frühjahr hessenweit. In ihm steckt außerdem ein zweites, noch wichtigeres Tool: KIBUS - die KI-basierte Unterstützung für die Steuerfahndung. KIBUS wertet riesige Datenmengen aus, erkennt Verbindungen zwischen Personen, Konten und Kapitalflüssen - und das auch dann, wenn man nicht genau weiß, wonach man eigentlich sucht.

Finanzämter kämpfen mit Datenflut von Kriminellen

Finanzminister Lorz spricht in diesem Zusammenhang von einem „Datennebel": Kriminelle fluten Behörden bewusst mit Terabytes an Informationen, legen falsche Spuren, verschleiern Strukturen. Ohne KI kommt man da nicht mehr durch. Jordan erklärt es so: „Als Steuerfahnderin oder Steuerfahnder sucht man oft die Nadel im Heuhaufen - mithilfe der KI kommt man da in eine bessere Ausgangsposition."

© HIT RADIO FFH

Finanzminister Lorz (3.v.l.) und Jens Jordan (4.v.l.), Leiter des Gießener Finanzamts, haben die KI-Tools in Gießen vorgestellt

Jens Jordan erklärt die Funktionsweise von KIBUS

"Wir können damit auch Geschäftsbeziehungen leicht herausfiltern", betont der Finanzamtsleiter die Bedeutung des Tools für die Steuerfahndung.

© HIT RADIO FFH

Erste Erfahrungen positiv

Erste Erfahrungen im Finanzamt Wetzlar, wo KIBUS seit Dezember im Einsatz ist, seien sehr positiv. Entstanden ist das Tool im Zuge der Aufarbeitung der Panama und Paradise Papers. Und bald soll KIBUS nicht mehr nur in Hessen laufen: Die KI geht demnächst an alle 16 Bundesländer - über den gemeinsamen IT-Verbund KONSENS.

So steht es um den Datenschutz

Hier sei auch der Datenschutz oberste Priorität. Lorz stellt klar: Niemand müsse Angst haben, dass Steuerdaten „plötzlich auf irgendwelchen Servern im Übersee auftauchen". Die KI-Tools laufen ausschließlich in der hessischen Steuer-Cloud - auf deutschen Servern, in einem geschlossenen System. Das Ziel: „Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein", sagt Lorz. Und genau dafür sollen MAXi und KIBUS sorgen.

Auch interessant
Auch interessant

Die Bundesregierung plant Steuerentlastungen von rund zehn Milliarden Euro.…

Der Boom um Künstliche Intelligenz schlägt sich auch in Hessen nieder. Die Zahl…

KI und Cloud-Anwendungen treiben den Energiebedarf nach oben. Mehr als 7.000…

nach oben

HIT RADIO FFH

Jetzt einschalten

HIT RADIO FFH
FFH+ 80ER
FFH+ 90ER
FFH+ CHARTS
FFH+ ROCK
FFH+ WEIHNACHTEN
FFH WEIHNACHTSRADIO
FFH KUSCHELROCK
FFH KUSCHELPOP
FFH TOP 40
FFH LEIDER GEIL
FFH DIE 80ER
FFH JUST 90s
FFH DIE 2000ER
FFH DIE 2010ER
FFH BEST OF 2025
FFH LOUNGE
WOHLFÜHLZEIT
FFH COUNTRY RADIO
RADIO FEIERBIEST
FFH JUST PARTY
FFH HAPPY HITS
FFH TOP 1000
FFH OLDIES
FFH JUST WHITE
FFH CHILL & GRILL
FFH EURODANCE
FFH ROCK
FFH WORKOUT
RADIO SCHLAGERHERZ
FFH SCHLAGERKULT
FFH DEUTSCH PUR
FFH BRANDNEU
FFH ACOUSTIC HITS
FFH SOUNDTRACK
FFH SUMMER FEELING
FFH FRÜHLINGS FEELING
planet radio
planet plus Fun
planet plus Power
planet plus Liebe
planet plus Heartbreak
planet plus Weihnachten
planet Livecharts
Deutschrap Finest
planet Flashback Friday
planet The Club
planet Early Morning Breaks
planet Oldschool
planet Nightwax
planet Black Beats
Taylor Swift & Friends
Ed Sheeran & Friends
The Weeknd & Friends
David Guetta & Friends
Coldplay & Friends
Harry Styles & Friends
Dua Lipa & Friends
Justin Bieber & Friends
Beyoncé & Friends
80er-Radio harmony
harmony +70er
harmony +90er
harmony +Karneval
harmony +Weihnachten
Neue Deutsche Welle
80er Kultnight
70er-80er Kultnight
80er-90er Kultnight Radio
harmony Feelings
harmony Schlager Radio
80er Divas
80er Superstars
80er Superbands
80er Wave Pop
80er Synthie Pop