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Hessens Rechenzentren brauchen immer mehr Strom

KI und Cloud-Dienste in Hessen - Rechenzentren brauchen immer mehr Strim

Energieinfrastruktur
© Sina Schuldt/dpa

Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums kommt wegen des steigenden Strombedarfs dem Ausbau der Übertragungsnetze eine zentrale Rolle zu. (Symbolbild)

KI und Cloud-Anwendungen treiben den Energiebedarf nach oben. Mehr als 7.000 Gigawattstunden Strom könnten Hessens Rechenzentren in diesem Jahr verbrauchen.

Die Rechenzentren in Hessen verbrauchen immer mehr Strom – und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Nach Schätzungen des hessischen Wirtschaftsministeriums könnte der Stromverbrauch in diesem Jahr erstmals die Marke von 7.000 Gigawattstunden (GWh) übersteigen. 

Cloud-Dienste und KI entscheidend

Insbesondere die Dynamik bei Cloud-Diensten, Anwendungen der Künstlichen Intelligenz und die Bündelung massiver Rechenleistung durch Computer-Cluster werde den kommenden Strombedarf entscheidend prägen, teilte das Ministerium mit. Das bedeute, dass der ursprünglich auf rund 8.000 GWh prognostizierte Strombedarf für 2030 tatsächlich höher ausfallen könne.

"Zukunftsnetz Hessen" soll im Herbst Ergebnisse vorstellen

Um den steigenden Energiebedarf bewältigen zu können, setze die Landesregierung auf einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) habe dafür in diesem Jahr die Plattform "Zukunftsnetz Hessen" ins Leben gerufen, in der zahlreiche Akteure, darunter auch Vertreter der Digitalbranche, Wege suchten, um einen passgenauen Stromnetzausbau in Hessen zu ermöglichen. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden.

Netzausbau muss schneller werden

Nach Einschätzung des Ministeriums wird der Ausbau der Übertragungsnetze eine zentrale Rolle spielen. Da Hessen in hohem Maße auf Stromimporte aus anderen Bundesländern angewiesen sei, müsse der Ausbau der Übertragungsnetze in Nord-Süd-Richtung beschleunigt werden. Zudem müssten zahlreiche Umspannwerke bedarfsgerecht ausgebaut beziehungsweise neu errichtet werden, damit der steigende Stromverbrauch im Rhein-Main-Gebiet zukünftig gedeckt werden könne.

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