Hessen verspricht finanzielle Hilfe nach Unwetter in Solms
Unwetter in Solms und Wetzlar - Land Hessen verspricht finanzielle Hilfe
Knapp drei Wochen nach dem Unwetter in Wetzlar-Münchholzhausen und Solms-Oberndorf sichert das Land Hessen den Betroffenen finanzielle Unterstützung zu. Sie können nach den sogenannten Elementar-Richtlinien des Landes Hilfen für nicht versicherbare Schäden beantragen.
"Wir lassen die Opfer des verheerenden Unwetters in der Nacht vom 19. auf den 20. August nicht im Stich", sagte Innenminister Roman Poseck (CDU) laut Mitteilung.
Schäden in Millionenhöhe
Ein Tornado war in der Nacht zum 20. August durch den Großraum Wetzlar gezogen. Allein im Stadtteil Münchholzhausen wurden etwa 60 Häuser beschädigt. In Solms-Oberndorf waren nach Angaben von Bürgermeisterin Katharina Didlapp (parteilos) rund ein Dutzend Häuser betroffen. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Auch in anderen Teilen Hessens richteten Unwetter Schäden an.
Solidarität mit den Betroffenen nach Unwetter
Die Elementar-Richtlinien gelten zur Milderung außergewöhnlicher Notlagen infolge nicht versicherbarer Schäden durch Elementarereignisse wie Extremwetterlagen. Anträge auf Unterstützung können demnach neben Privatpersonen auch Unternehmen, Vereine und landwirtschaftliche Betriebe stellen, wenn die Schäden mehr als 5.000 Euro betragen.
Anträge erfolgreich
Dem Beschluss des Landes waren Anträge der Städte Wetzlar und Solms, des Lahn-Dill-Kreises sowie des Regierungspräsidiums vorausgegangen. "Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen, sodass die positive Entscheidung zügig getroffen werden konnte. Wir setzen damit ein klares Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen des Unwetterereignisses", sagte Poseck.
Minister empfiehlt Versicherung
Zugleich appellierte der Minister an die Bürgerinnen und Bürger, privat Vorsorge zu treffen. Unabhängig von den staatlichen Hilfen, die letztlich aus Steuergeldern finanziert würden, sei es dringend zu empfehlen, sich gegen Elementarschäden zu versichern.