Gefährliche Fracht auf A485 - Polizei stoppt Holz-Laster bei Gießen
Baumstämme, die ungesichert über die Ladefläche hinausragen und im Ernstfall das Führerhaus durchschlagen könnten - eine Streife der Polizei hat auf der A485 bei Gießen genau das verhindert.
Die Kontrolle fand nahe dem Dreieck Bergwerkswald statt, wo die Beamten gegen 12:20 Uhr auf ein LKW-Gespann mit augenscheinlich mangelhaft gesicherter Ladung aufmerksam wurden.
Baumstämme lose auf der Ladefläche
Die Streife des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau entdeckte den LKW mit Anhänger auf der A485, dessen Ladung faktisch ungesichert war. Baumstämme ragten deutlich über die Ladefläche hinaus und lagen teils lose auf dem Fahrzeug.
Gefahr für Fahrerin und andere Verkehrsteilnehmer
Nach Einschätzung der Einsatzkräfte war der Transport nicht nur potenziell gefährlich für andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Bei einer Gefahrenbremsung hätte mindestens einer der Baumstämme das Führerhaus des Lkw möglicherweise durchschlagen und die 57-jährige Fahrerin dabei erheblich verletzen können. Durch die Kontrolle wurde womöglich Schlimmeres verhindert.
Fahrerin zeigte sich uneinsichtig
Die Fahrerin selbst zeigte sich bei der Kontrolle wenig einsichtig und war sich nach eigener Aussage keiner Schuld bewusst - sie beharrte darauf, dass alles in Ordnung sei. Die Beamten teilten diese Einschätzung nicht: Sie untersagten die Weiterfahrt und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Frau ein.
Bußgeld, Punkt und Umladen der Fracht
Der Fahrerin drohen nun neben einem Bußgeld auch ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Erst nachdem die Ladung teilweise umgeladen und ordnungsgemäß gesichert worden war, durfte sie ihre Fahrt fortsetzen.