Im Tierpark Sababurg - Rentier-Führerschein bringt Lappland-Nähe
Ein Mal wie der Weihnachtsmann mit Rentieren unterwegs sein - ein Traum für viele Kinder. Doch eigentlich ziehen die Rentiere gar keine Menschen, sondern eher das Gepäck der Nomaden, erklärt Rentier-Führer Uwe Kunze im FFH-Gespräch.
Jedes Wochenende erzählt er auf Touren von seiner Zeit aus Lappland und macht mit den Besuchern einen Rentier-Führerschein.
Rote Nase und fliegen?
Auf die flapsige Frage, ob man denn mit diesen Rentieren gar nicht fliegen könne, sagt Uwe in seinem trockenen nordhessisch-lappländischen Humor: “Doch klar. wenn du den richtigen Knaller zündest, dann gehen die ab mit bis zu 60 km/h und dann fliegst du.” Auch eine rote Nase könne man den Tieren verpassen, die Frage sei nur, ob die Glühbirne auch nur eine Sekunde in der Nase bleibt. Schließlich seien das wilde Tiere.
Klare Regeln beim Rentier-Führerschein
Und genau deshalb braucht es beim Rentier-Führerschein neben der Nähe zum Tier auch klare Regeln. Durch die prachtvollen Geweihe können schnell Verletzungen entstehen. “Zum Glück aber noch bei keinem Besucher”, so Kunze. Natürlich könne man auch Touren sitzend auf dem Schlitten anbieten, aber Kunze und seiner Frau ist es wichtig, den Besuchern zu zeigen, wie es wirklich in Lappland ist.
Sami führen die Tiere
Denn die Sami, das indigene Volk Lapplands, ziehen mit den Tieren weiter. Sie führen die Tiere und die ziehen das Gepäck. Kein Sami wird hinten auf dem Schlitten sitzen. Zur Frage, warum er lange in Lappland mit seiner Familie gelebt habe, sagt Kunze: “Die Ruhe! Man richtet sich nach den Tieren. Eine Uhr ist unnötig und man konzentriert sich nur auf die wichtigen Dinge und nicht den ganzen Firlefanz, über den man sich hier verrückt macht.”
Auch das sei ein wichtiger Punkt, warum so viele Gäste kommen - runterkommen, Natur und Tiere genießen.
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