Ausweitung der Gebührenzone - Parken kostet jetzt in mehr Straßen Geld
In Kassel muss man jetzt in deutlich mehr Straßen als bislang ein Ticket ziehen, um das Auto zu parken. Denn die Stadt weitet schrittweise die Parkgebührenzone 2 aus. Das stößt auch auf Kritik.
Los geht es in Bereichen in den Stadtteilen Vorderer Westen und Wehlheiden. Hier wurden bereits neue Schilder und Parkscheinautomaten aufgestellt. Ab 2. Mai muss man dann in etlichen Straßen, in denen man bislang frei parken konnte, blechen.
Viele Fremdparker aus dem Umland
“Wir haben einen hohen Parkdruck in Kassel und wollen vor allen Dingen Platz für Anwohnende schaffen, da wir viele Fremdparker gerade aus dem Umland in Kassel haben”, erklärt Stadtklimarätin Simone Fedderke im FFH-Interview. Vorausgegangen war eine Parkdruckanalyse - daraus habe sich der Bereich, auf den die Parkgebührenzone nun ausgeweitet wird, ergeben.
Arbeitnehmer kritisieren neue Regelung
An der Ausweitung gibt es auch Kritik daran – etwa von Menschen, die in den betroffenen Gebieten in Kassel arbeiten und jetzt pro Tag bis zu 6 Euro zahlen müssen. Grundsätzlich könne Fedderke den Unmut verstehen. Es habe aber viele Beschwerden von Anwohnern gegeben. Die neuen Gebühren würden dafür sorgen, dass Anwohner eher einen freien Parkplatz finden. Sie geht davon aus, dass Arbeitgeber sich um Parkmöglichkeiten für Arbeitnehmer kümmern.
Ausweitung schrittweise ab Mai
Die Ausweitung der Parkgebührenzone erfolgt ab Mai schrittweise. Hierfür wurden jetzt die Parkscheinautomaten und Schilder in den ersten Straßen zunächst im Vorderen Westen und in Wehlheiden aufgestellt. Ab Juni 2026 folgen weitere Bereiche im Vorderen Westen, Wehlheiden sowie Bad Wilhelmshöhe. Ab Juli gelten dann die neuen Regelungen in der Südstadt, Unterneustadt, Wesertor und Rothenditmold. Insgesamt werden 368 neue Parkscheinautomaten aufgestellt.
Bewohner-Parkausweis wird teurer
Im Rahmen der Ausweitung der Parkgebührenzone müssen Anwohner auch Bewohner-Parkausweise beantragen. Dieser hat bislang etwa 30 Euro gekostet - und kostet nun erheblich mehr: 110 Euro - “Das sind etwa 9 Euro pro Monat, was nicht viel ist für einen Parkplatz in der Stadt”, so Fedderke.
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