Nach Schüssen in Gießen: Vier Männer in Untersuchungshaft
Zwei Schwerverletzte in Gießen - Vier Männer nach Schüssen in U-Haft
Vier junge Männer sitzen nach den Schüssen in der Gießener Innenstadt in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen sie wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung.
Es gibt außerdem neue Details zur Tat.
Länger andauernder Streit
Hintergrund der Tat soll ein länger bestehender Streit gewesen sein. Den Angaben zufolge wollten die Beschuldigten den 24-Jährigen am Lindenplatz in Gießen zur Rede stellen, dann sei der Streit eskaliert.
20-Jähriger greift ein
In diesem Moment griff ein 20 Jahre alter Passant in das Geschehen ein. Er steht nach bisherigen Erkenntnissen in keiner persönlichen Beziehung zu den anderen Beteiligten. Um dem 24-Jährigen in seiner Notlage zu helfen, soll er Pfefferspray eingesetzt haben.
Schwere Verletzungen
Daraufhin sollen zwei der Beschuldigten mit scharfen Waffen mindestens drei Schüsse abgesetzt haben. Der 20-Jährige ist dabei am Kopf getroffen worden, der 24-Jährige erlitt eine Schusswunde am Bein. Beide Männer wurden schwer verletzt, schweben aber aktuell nicht mehr in Lebensgefahr.
Festnahme in Haus in Bad Wildungen
Nach der Tat startete eine großangelegte Fahndung, an der über 170 Beamte sowie Spezialeinheiten beteiligt waren. Durch Zeugenbefragungen und eine Telefonüberwachung konnten die Tatverdächtigen schließlich in Bad Wildungen lokalisiert und festgenommen werden. Alle waren bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten. Ein zunächst fünfter Festgenommener wurde mangels Tatverdacht wieder auf freien Fuß gesetzt.
Pistolen und Drogen sichergestellt
Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte ein Kilogramm Cannabis sowie drei scharfe Pistolen sicher. Ob es sich dabei um die Tatwaffen handelt, muss nun noch kriminaltechnisch untersucht werden.
Spurensicherung die ganze Nacht am Lindenplatz
Die Polizei riegelte nach der Tat am späten Sonntagabend (03.05.) den Tatort weiträumig ab und stellte mehrere Geschossteile sicher. Am Montagmorgen war die Spurensicherung immer noch vor Ort.