Später als geplant - Eröffnung des Tapetenmuseums verschoben
Das Deutsche Tapetenmuseum in Kassel wird später eröffnet als geplant. Ursprünglich war die Eröffnung für das Frühjahr 2027 angesetzt. Nun soll sie im Herbst desselben Jahres stattfinden. Die Verzögerung erfolgt, um nicht mit der documenta 16 zu kollidieren. Das haben der Landesbestrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und Hessen Kassel Heritage gemeinsam bekanntgegeben.
Die Verzögerung hat demnach mehrere Gründe. Es gebe allgemeine Herausforderungen in der Baubranche. Besonders anspruchsvoll sei das Einbinden des Neubaus in die historische Bausubstanz der Torwache am Brüder-Grimm-Platz in Kassel.
Der Neubau wird eine Photovoltaikanlage erhalten, welche die Energiebilanz verbessern soll. Dr. Martin Faass, Direktor von Hessen Kassel Heritage, betonte, dass die Präsentation der historischen Objekte im Neubau eine hohe Wertschätzung des Landes Hessen für die Sammlung zeige.
Investitionen und Herausforderungen
Das Land Hessen plant etwa 34,9 Millionen Euro in den Neubau zu investieren. Laut Pressemitteilung gibt es steigende Baupreise und Herausforderungen bei der Finanzierung. Öffentliche Bauprojekte im Kulturbereich benötigen oft mehr Zeit durch komplexe Verfahren und die Einbeziehung zahlreicher Beteiligter.
Auch im späteren Baubetrieb sind Verzögerungen möglich, insbesondere bei denkmalgeschützten Beständen.
Vorbereitungen für neue Dauerausstellung laufen parallel zum Baum
Das Deutsche Tapetenmuseum wurde 1923 gegründet. Es befand sich bisher an verschiedenen Standorten in Kassel. Der Neubau, entworfen vom Harry Gugger Studio in Basel, wird mit einer Ausstellungsfläche von etwa 1.500 Quadratmetern Besuchende durch 600 Jahre Ausstattungsgeschichte führen.
Die Vorbereitungen für die neue Dauerausstellung, darunter Restaurierungen der Sammlung und zeitgenössischen Kunstwerken, laufen parallel zum Bau. Der Neubau ist Teil der Umgestaltung des Brüder-Grimm-Platzes in Kassel.
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