Brand in Kassel - Hitze brachte Retter ans Limit
Feueralarm am Freitagmorgen in einer Lagerhalle am Kasseler Lossewerk. Größere Mengen an Gewerbeabfall und Sperrmüll standen in Flammen, teilt die Feuerwehr Kassel mit. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist jedoch immens.
Eine automatische Brandmeldeanlage hatte Alarm geschlagen. Kurz darauf war bereits eine größere Rauchsäule über dem Gelände sichtbar, in der Halle brannte der Abfall massiv.
Mehr als 40 Einsatzkräfte vor Ort
Um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, rückten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand im Inneren mit Strahlrohren und einem Wasserwerfer. So konnte den Angaben zufolge in letzter Minute verhindert werden, dass das Feuer auf die gesamte Halle übergriff.
Radlader und Hitze als Herausforderung
Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich extrem aufwendig. Weil der Sperrmüll und Gewerbeabfall dicht lagerten, mussten laut Feuerwehr zeitweise ein Radlader und ein Bagger anrücken, um das Brandgut auseinanderzuziehen. Zusätzlich brachte die hochsommerliche Hitze von 34 Grad die Feuerwehrleute bei der schweren körperlichen Arbeit ans Limit. Zur Unterstützung stand auch die Werkfeuerwehr der Daimler Truck AG mit einem Großlüfter bereit, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu drücken. Nach rund drei Stunden war das Feuer schließlich aus.
Schaden im sechsstelligen Bereich
Die Feuerwehr schätzt den Sachschaden auf einen sechsstelligen Betrag. Warum der Müll in Brand geraten war, ist aktuell noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.