Socca Heim-WM gestartet - Mit nordhessischem Bundestrainer
Nicht nur in der Fußball Bundesliga rollt seit Freitag wieder der Ball, sondern auch bei der Socca-Weltmeisterschaft in Essen. Los ging es für den nordhessischen Bundestrainer und seine Jungs am Freitagabend gegen Argentinien.
Kleinfeldfußball wird auf einem Platz in etwa so groß wie ein Eishockeyfeld gespielt und ohne Abseits. Gespielt wird 2x20 Minuten. Grätschen ist nicht am Mann, sondern nur erlaubt, um den Ball zu blocken - ansonsten ist alles wie beim Fußball das jeder kennt.
Sippel zwischen Familienvater, Fulltime-Job und Papa
Für den Nordhessen Kim Sippel ist es das erste Turnier in neuer Funktion. Fünf Mal durfte er als Torwart bei einer Socca-WM dabei sein, ein Mal Weltmeister 2018 werden. Nun ist er der Coach, natürlich ehrenamtlich. “Für mich ist es auch eine große Ehre und eine Herzensangelegenheit, die ich versuche zwischen Privatleben und normalen Fulltime-Job unter einen Hut zu bringen.”
Das Ziel ist wieder vorne mit dabei zu sein
Ganz einfach sei das aber nicht gerade weil er erst Vater von Zwillingen wurde. “Großen Dank an meine Frau, meine Familie und Freunde, ohne die das nicht möglich wäre. Und die sind natürlich zu den Spielen eingeladen und wenn wir den Titel holen, geht dann alles auf meinen Nacken”, sagt Sippel im FFH-Gespräch und freut sich auf eine tolle Heim-WM. Man sei sicherlich unter den Top zehn und dann kommt es auf Kleinigkeiten an, so der Bundestrainer.
Vier Punkte nach zwei Spielen
Der Start ist schonmal geglückt: Im Auftaktspiel gab es einen dominanten 4:0-Erfolg gegen die Auswahl der Argentinier. Das zweite Spiel gegen Tschechien wurde dagegen zum Krimi. In der vermeintlich letzten Aktion ging die deutsche Nationalmannschaft mit 1:0 durch Raffael Kobrowski in Führung. Das Tor reichte jedoch nicht, denn die Tschechen stachenmit dem Abpfiff zum 1:1-Endstand zu. Damit steht die Mannschaft von Trainer Sippel mit vier Punkten nach zwei Spielen da. Im letzten Spiel der Gruppenphase gegen Indonesien entscheidet sich nun, ob die Deutschen als eine von acht Mannschaften direkt im Achtelfinale stehen.
Max Kruse mit dabei
Der wohl größte Name im deutschen Kader ist der Ex-A-Nationalspieler Max Kruse. “Er brennt und bereitet sich akribisch vor,” so Sippel über einen seiner Führungsspieler. Die acht besten Gruppenersten nach der Vorrunde überspringen die nächste Runde und stehen automatisch im Achtelfinale - das ist zunächst mal das Ziel. Sport1 wird im Free TV die Spiele der Deutschen übertragen.
Die Gruppenspiele:
Freitag 28.8. um 20 Uhr gegen Argentinien 4:0
Sonntag 30.8. um 21 Uhr gegen Tschechien 1:1
Dienstag 1.9. um 17 Uhr gegen Indonesien